Beiträge vom September, 2009

Die Donovan-Saga 4 – Der verzauberte Fremde

Samstag, 26. September 2009 16:04

Covertext:
An der wild-romantischen Küste Oregans findet die verträumte Rowan Murray endlich die ersehnte Ruhe vor der Großstadt. Und der einsame Wolf, dem sie eines Tages begegnet, scheint direkt aus dem Märchen zu entspringen, die sie so gerne liest. Doch sie ahnt nicht, dass er etwas mit Liam zu tun hat, jenem geheimnisvollen Fremden, der sie vor dem Sturz von gefährlichen Klippen bewahrt…

Rezension:
Auf diesen Band war ich am neugierigsten, da es ja nur drei Cousinen/Cousins bei den Donovans gegeben hat. Wie überrascht war ich da, von einem weiteren Cousin – eben von Liam – zu lesen. Da fragt man sich dann schon wie groß diese Familie ist und in welchem Verhältnis die alle zueinander stehen. Ein Stammbaum, liebe Autorin, wäre direkt einmal hilfreich! ;)
Liam ist ein wahrer Märchenprinz… dunkelhaarig, langes Haar, blitzende, goldfarbene Augen und dann seine Macht sich in einen Wolf zu verwandeln. *seufz* Dieser Donovan-Zweig ist also weit mächtiger, wie mir scheint, als die Morgana, Sebastian und Anastasia. Selbst seine Mutter erscheint als weißes Reh und sein Vater mal als silberner Adler oder auch als silberene Eule. Mächtig, mächtig…. ;)
Die Geschichte zwischen Rowan und Liam ist dann aber doch eher im Reich der Märchen anzusiedeln, denn immerhin kann Magie auch im realen Leben so einiges, aber sicherlich nicht die Kleider von einem Raum in den anderen teleportieren oder Menschen auf dem Wind reiten lassen oder ähnlich fantastische Gaben. Ich glaube an Magie, aber das kann ich dann doch nicht glauben.

Das Liam weder von Morgana, noch von Sebastian oder Ana jemals erwähnt wurde, macht mich glauben, dass dieser vierte Teil aus einem völlig anderen Grund heraus geschrieben wurde, als notwendig ist. Wollte sich Nora Roberts mal in einen anderen “magischen” Bereich wagen? Oder ging da einfach die Fantasie mit ihr durch und der Verlag war dennoch davon überzeugt?
Trotzallem ist auch dieser Teil – wenn man auf solche Dinge steht – romantisch, wild, sexy und einfach zum Abschalten (also kein Buch, bei dem man mitdenken muß, einfach super im Urlaub! ;) ).

Thema: Bücher-Reihen zu Ende lesen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Die Donovan-Saga 3 – Das geheime Amulett

Samstag, 26. September 2009 15:51

Covertext:
Niemals würde Anastasia Donovan die geheimen Kenntnisse der Heilkunst preisgeben, schon gar nicht einem Fremden gegenüber. Auch wenn er noch so charmant ist wie Boone, ihr neuer Nachbar. Doch dann wird Boones kleine Tochter krank und ihr Leben liegt allein in Anastasias Hand…

Rezension:
Der Urlaub ist vorüber und Bulgarien war wunderschön… so hatte ich auch genug Zeit (immerhin eine Woche) einige Bücher (genau genommen 5 Stück) zu lesen. Unter anderem auch diesen Doppelband. ;)
Ana kannte ich ja schon ein wenig aus den anderen Doppelband und ich war echt neugierig auf die Empathin. Sie ist die ruhigste der drei Donovans und so kommt sie auch hier herüber. Doch die Liebe kann unbändig werden und selbst den ruhigsten Menschen in eine Raubkatze verwandeln. Diese Verwandlung erlebt man mit Ana… Wie schon bei Morgana gab es auch bei dieser Liebesgeschichte Tränen. Tränen der Verzweiflung. Doch wie immer in Roberts-Büchern geht auch diese Liebesgeschichte gut aus… [Zitat aus dem Film Kleopatra:] Sie finden sich immer, die Liebenden! [Zitatende]
Die dramatischste Stelle war, als die kleine Tochter Boones von der Leiter fällt und eigentlich schon im Reich der Toten wandelt und wie Ana sie zurückholt.

Was ich allerdings in diesem Band wieder einmal ein bißchen bemeckeln möchte, ist, dass zwar brav nach dem Wicca-Grundsatz “Tu, was du willst, solange du niemanden schadest” gearbeitet wird, dann aber von einer Herbalistin gedankenlos Kräuter für Potpouris, Salben, Elixier oder was weiß ich noch alles, mit einer Wut zermalmt werden und dabei nicht bedacht wird, dass diese negativen Gefühle auf die Kräuter übergehen. Ich weiß, dass Ana an dieser Stelle ein Ventil gebraucht hat, aber dann bitte nicht bei der Arbeit mit Elixieren und Tränken.

Ansonst ein nettes Zwischendurch mit viel Liebe, Romantik, Sex und Magie! ;)

Thema: Bücher-Reihen zu Ende lesen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Rauhnacht

Montag, 21. September 2009 19:51

Am 3. September war es wieder soweit – ein Mail von vorablesen. Diesmal handelt es sich um das Buch “Rauhnacht” von Klüpfel/Kobr. Eingetroffen per Post ist es am 16. September 2009.

rauhnachtCovertext:
Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden, auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und über Nacht löst ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus und schneidet das Hotel von der Außenwelt ab. Kommissar Kluftinger ist ganz auf sich allein gestellt. Das heißt: fast. Denn Doktor Langhammer mischt bei den Ermittlungen kräftig mit. Und das alles während der berüchtigten Rauhnächte, von denen man sich hier in den Bergen grausige Geschichten von bösen Mächten erzählt.

Rezension:
Ein skurriler Kommissar, eine tolle Winterlanschaft im Allgaeu (allerdings mit dem Nachteil der Sturm- und Lawinenwarnungen), ein umgebautes Hotel, welches Modernes und Traditionelles vereinbaren m;chte und ein “Live-Moerder-Spiel” – eine gelungene Mischung fuer einen guten Krimi!
Kommissar Kluftinger ist durchaus sympathisch, aber ich habe noch nie einen Polizisten erlebt, der derartig viele Macken hat, wie er. Der Fernseh-”Held” Monk oder “Der Bulle von Toelz” sind dagegen wahre Waisenknaben. Duchaus kann ich mir vorstellen, dass das Leben an der Seite eine solchen Mannes schwierig ist. Die Autoren schaffen es dennoch gut, ihn nicht dumm oder mit Neurosen behaftet dastehen zu lassen. Im Gegenteil: er wirkt eher als Tolpatsch, aber dennoch mit messerscharfen Verstand. Doktor Langhammer ist sehr aufdringlich – in jeder Beziehung – und ich bewunderte oft den Kommissar um seine Ruhe (zumindest die aeusserliche :) ) Sie sind ein ueberaus gutes Team – wenn auch von Seiten Kluftingers unfreiwillig. Ich glaube sogar, dass die beiden Autoren da einiges von sich in die Figuren eingebracht haben.
Abgesehen von der tollen Kulisse, sind auch die Protagonisten gut gewaehlt. Jede/r haette ein Motiv, jede/r haette der Moerder sein koennen. So wird der Leser immer wieder in die Irre gefuehrt!
Dennoch war mir schon im 2. oder 3.-letzten Kapitel klar, wer der Taeter ist. Doch bis dahin fuehren immer mehr Sachverhalten, die so nach und nach auftauchen, in alle moegliche Richtungen!
An Stellen, wo es moeglicherweise langweilig haette werden koennen, tauchen entweder die Tolpatschigkeit, die Manien oder die Computerunwissenheit Kluftingers oder die witzigen Dialoge zwischen ihm und Langhammer auf, und lockern so die Handlung ein wenig auf.

Wie gesagt, der Taeter ist gegen Ende bald klar ersichtlich, dennoch ist verschiedenes am Schluss noch offen geblieben. So unter anderem – ACHTUNG SPOILER! – wie der Kollege von Kluftinger in die, von der Aussenwelt abgeschnittenen, kleinen Welt kommen konnte und wie es mit ihm und Langhammer nach der Talfahrt mit dem Hornschlitten weitergegangen ist.
Ich weiss, dass sind kleine Details, die nur am Rande etwas mit dem Mordfall zu tun haben, und trotzdem wartete ich darauf aufgeklaert zu werden. Immerhin musste der Kommissar wegen der Sturm- und Lawinenwarnungen alleine ermitteln und ploetzlich steht der Kollege auf der Matte – natuerlich genau zum richtigen Zeitpunkt!
Solche Kleinigkeiten stufen aber in meinen Augen den Roman nur ein wenig hinunter und hinterlaesst bei mir den bitteren Geschmack des “nicht mehr weiter wissens und Ausweg suchens”.
Trotzallem finde ich den Kluftinger so interessant, dass ich mehr von Kluepfel und Kobr lesen moechte!

Weitere Bände sind:
Teil 1 – Milchgeld
Teil 2 – Erntedank
Teil 3 – Seegrund
Teil 4 – Laienspiel
Teil 5 – Rauhnacht

Thema: vorablesen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Dragon Love 1

Mittwoch, 16. September 2009 18:48

Da ich dieses Buch nur geliehen bekommen habe, ich es aber einfach nur fantastisch finde, schreibe ich hier eine Rezension darüber. Damit ich es nicht aus den Augen verliere, denn diese Serie ist ein absolutes Muß für mich! :)

Cover-Text:
Die junge Amerikanerin Aisling Grey soll eine wertvolle Antiquität an eine Sammlerin in Paris liefern. Zu ihrem Entsetzen findet sie die Frau tot in ihrer Wohnung vor. Geheimnisvolle Zeichen weisen auf ein Verbrechen mit okkultem Hintergrund hin. Da taucht unvermutet ein gut aussehender Mann am Tatort auf, der sich als Drake Vireo von Interpol vorstellt. Aisling ist fasziniert von seiner Ausstrahlung, doch sie muß bald erfahren, dass der Schein trügt. Denn Drake gehört zu einem uralten Geschlecht von Drachen, die menschliche Gestalt annehmen können…

dragonlove1

Rezension:
Soweit der Cover-Text… doch hinter der Geschichte steckt viel mehr. So unter anderem eine super Wahl von Protagonisten und wahren Humorstürmen. Als Hauptprotagonisten kann man durchaus Drake, den Wyvern der grünen Drachen, Jim (eigentlich Effrijim), ein “gefeuerter” Dämon in Neufundländer-Pelz und Aisling, weibliches und durchaus menschliches Wesen, die Hüterin ist ohne es zu wissen – geschweige denn zu ahnen, was die Hüterin denn für eine Aufgabe hat! – bezeichnen.
Drake ist faszinierend und ich hatten ihn stets, ähnlich wie Edward in der Twilight-Serie, ständig vor Augen, während Aisling eher “unscheinbar und farblos” blieb. Aber das liegt durchaus an mir, da Katie MacAlister die Figuren einfach super darstellt. Jim erinnerte mich immer wieder an Bartimäus, den grandiosen Dämon, der immer wieder witzige und lockere Sprüche vom Stapel ließ und Aisling damit oft zur Weißglut trieb. Einen Dämon als aus dem Dämonenheer gefeuert aufzuzeigen und ihm dann auch noch einen Hundpelz zu verpassen, fand ich einfach großartig. Jim hatte allerdings das Problem – ganz im Gegensatz zu Bartimäus – dass ihm dank seiner “Kündigung” all seine Mächte genommen wurden. Doch Aisling findet andere Freunde, die ihr helfen: Ophelia und Perdita, zwei Wiccas; René, den Taxifahrer, der ihr unmögliche französische Sätze beibringt *schmunzel*; Amelié, die einen Hexen-Laden führt und ihr so manches Zeug verkaufen kann, was sie gerade so braucht; ja, ich würde sogar Inspector Proust zu ihren Freunden zählen, weil er sie nicht verhaftet hat, obwohl sie doch total nach der Verdächtigen Nummer 1 aussah.

Aisling bringt sich in allerlei Gefahren und stolpert ständig über Leichen. Aurora Deauxville ist die erste Leiche und die schon im Covertext erwähnte Sammlerin und danach gibt es noch zwei weitere, die ich aber, wegen Spannungsverlust und Spoiling nicht verraten möchte. Sie hat absolut keine Ahnung, wie man Dämonen beschwört und kennt nur ein paar uralte Texte. Sie weiß nichts über Drachen, Elfen, Wiccas, die Anderswelt; kennt weder die Regeln des au-delá noch wie es denn mit einer Herausforderung aussieht. Sie weiß auch absolut nichts über die Kräfte einer Hüterin, deren Macht und wie sie es “aktivieren” könnte. Aber auf all diese Wagnisse läßt sie sich ein und sie lernt schnell. Und ganz nebenbei gibt es äußerst erotische Szenen mit dem “Mensch-Drachen” Drake. ;)
Der Schluß hat mir allerdings nicht geschmeckt, deutet aber natürlich an, dass es weitergeht… und so ist es auch: von der Dragon Love-Serie gibt es bereits 2 Bände und der dritte wartet auf das Erscheinungsdatum (angekündigt ist er zumindest bei Amazon ;) ).

Teil 1 – Feuer und Flamme für diesen Mann
Teil 2 – Manche lieben´s heiß
Teil 3 – Rendezvous am Höllentor

Wie schon gesagt, ein absolutes Muß für mich!!!

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Engelspapst

Montag, 14. September 2009 20:02

Das dritte Buch zur Bücher-Reihe-Challenge!

Jörg Kastner webt da wieder ein tolles Band. Zum Glück hab ich am Ende auch noch das Nachwort gelesen. Der Autor erklärt zwar, dass Totus Tuus frei erfunden ist, aber googelt man danach, finden man sehr wohl seine Existenz. Den Orden gibt es seit 1997 und wurde angeblich aus Mitgliedern von Gebetskreisen gegründet. Bevor ich das noch im Nachwort gelesen habe, hatte ich schon böse Widerworte im Kopf, die ich schreiben wollte. ;) Menschen, die gerne recherchieren, wird diese Geschichte gefallen. Ich bin zwar katholisch erzogen worden, habe mich aber nie wirklich für die Bibel oder Geschichten rund herum interessiert. Einzig Jesus hatte mich immer schon fasziniert, aber offenbar nicht genug, so dass ich schließlich irgendwann den christlichen Glauben aufgab. Dank diesen Romans hatte ich wieder Lust Bibelgeschichten zu recherchieren. Da die Offenbarung Johannes darin vorkommt, war dies ein gefundenes Fressen für mich und ich beschäftigte mich im Internet damit beinahe genau so lange, wie mit dem Buch selbst. ;)

Nichts auf der Welt regt die Menschen, besonders Schriftsteller wie mir scheint, so sehr zu Mythen an wie die Bibel. Aber wie bei allem, muß man immer beide Seiten der Medaille betrachten, bevor man – vor die Wahl gestellt – seinen Weg gehen kann. Auch in dieser Geschichte werden beide Seiten aufgezeigt und ermöglicht es nicht nur dem Hauptprotagonisten Alexander Rosin zu wählen, sondern auch dem Leser bleibt es überlassen, welche Richtung er wohl einschlagen würde (oder nach dem Lesen sogar im realen Leben macht).
Auch wenn im Nachwort von Kastner steht, dass die Legende um den Zwilling von Jesus tatsächlich existiert, muß ich gestehen, dass ich noch nie davon gehört habe. Aber genau dieser Strang faszinierte mich am meisten im Buch. Wäre es denn nicht tatsächlich möglich, dass Jesus nicht nur Geschwister, sondern sogar einen Zwilling hatte? Und wenn man von diesem Punkt als Tatsache ausgeht, könnte hier auch die Auferstehung plausibel gemacht werden, die ich – ähnlich wie die Jungfräulichkeit Marias – immer schon angezweifelt habe. Oh je, ich weiß jetzt schon, dass streng Gläubige mich als Ketzerin sehen werden. Aber ist Zweifel nicht menschlich und alles menschliche “natürlich”? Bibelzitat: denn es ist kein Mensch, der nicht sündigt (1. Koenige 8,46)

Durch die Recherche bin ich auf eine gute Seite gestossen, die nicht nur die Offenbarung versucht klar zu deuten, sondern auch interessante Auslegungen bezüglich der “Zahl des Tieres” hat. Wer sich dafür interessiert, sollte sich da einmal einlesen. ;)

Thema: Bücher-Reihen zu Ende lesen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer