Engelspapst

Das dritte Buch zur Bücher-Reihe-Challenge!

Jörg Kastner webt da wieder ein tolles Band. Zum Glück hab ich am Ende auch noch das Nachwort gelesen. Der Autor erklärt zwar, dass Totus Tuus frei erfunden ist, aber googelt man danach, finden man sehr wohl seine Existenz. Den Orden gibt es seit 1997 und wurde angeblich aus Mitgliedern von Gebetskreisen gegründet. Bevor ich das noch im Nachwort gelesen habe, hatte ich schon böse Widerworte im Kopf, die ich schreiben wollte. ;) Menschen, die gerne recherchieren, wird diese Geschichte gefallen. Ich bin zwar katholisch erzogen worden, habe mich aber nie wirklich für die Bibel oder Geschichten rund herum interessiert. Einzig Jesus hatte mich immer schon fasziniert, aber offenbar nicht genug, so dass ich schließlich irgendwann den christlichen Glauben aufgab. Dank diesen Romans hatte ich wieder Lust Bibelgeschichten zu recherchieren. Da die Offenbarung Johannes darin vorkommt, war dies ein gefundenes Fressen für mich und ich beschäftigte mich im Internet damit beinahe genau so lange, wie mit dem Buch selbst. ;)

Nichts auf der Welt regt die Menschen, besonders Schriftsteller wie mir scheint, so sehr zu Mythen an wie die Bibel. Aber wie bei allem, muß man immer beide Seiten der Medaille betrachten, bevor man – vor die Wahl gestellt – seinen Weg gehen kann. Auch in dieser Geschichte werden beide Seiten aufgezeigt und ermöglicht es nicht nur dem Hauptprotagonisten Alexander Rosin zu wählen, sondern auch dem Leser bleibt es überlassen, welche Richtung er wohl einschlagen würde (oder nach dem Lesen sogar im realen Leben macht).
Auch wenn im Nachwort von Kastner steht, dass die Legende um den Zwilling von Jesus tatsächlich existiert, muß ich gestehen, dass ich noch nie davon gehört habe. Aber genau dieser Strang faszinierte mich am meisten im Buch. Wäre es denn nicht tatsächlich möglich, dass Jesus nicht nur Geschwister, sondern sogar einen Zwilling hatte? Und wenn man von diesem Punkt als Tatsache ausgeht, könnte hier auch die Auferstehung plausibel gemacht werden, die ich – ähnlich wie die Jungfräulichkeit Marias – immer schon angezweifelt habe. Oh je, ich weiß jetzt schon, dass streng Gläubige mich als Ketzerin sehen werden. Aber ist Zweifel nicht menschlich und alles menschliche “natürlich”? Bibelzitat: denn es ist kein Mensch, der nicht sündigt (1. Koenige 8,46)

Durch die Recherche bin ich auf eine gute Seite gestossen, die nicht nur die Offenbarung versucht klar zu deuten, sondern auch interessante Auslegungen bezüglich der “Zahl des Tieres” hat. Wer sich dafür interessiert, sollte sich da einmal einlesen. ;)

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Autor: Lightdancer
Datum: Montag, 14. September 2009 20:02
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