Beiträge vom Oktober, 2009

Lauf

Montag, 19. Oktober 2009 21:18

Und wieder durfte ich ein Buch gewinnen. *freu* Diesmal ist es “Lauf” von Jamie Freveletti.

laufCover-Text:
Ein Flugzeugabsturz mitten im kolumbianischen Dschungel. Guerilla-Kämpfer entführen die wenigen Überlebenden. Nur die Biochemikerin und Langstreckenläuferin Emma Caldrigde kann sich vor ihnen verstecken. Völlig orientierungslos irrt sie durch das Dickicht des Dschungels. Was Emma nicht ahnt: Der Absturz des Flugzeugs war geplant. Und ein mächtiges Pharmaunternehmen ist hinter ihr her. Eine atemlose Verfolgungsjagd beginnt.

Rezension:
Der Anfang ist gewaltig – Man erlebt gemeinsam mit Emma Caldrigde den Flugzeugabsturz mit. Dann wird es aber zum ersten Mal ein bißchen unrealistisch (zumindest in meinen Augen). Sie wird mitsamt Sitz aus dem Flugzeug gerissen, landet mehr oder weniger mitten im Dschungel und ist dabei ziemlich hart im Nehmen. Aber das kann man noch überlesen und ist mir, ehrlich gesagt, auch passiert. Erst wenn man den Roman Revue passieren läßt, erscheint so einiges in einem völlig anderen Licht!

Die Protagonistin erlebt auf jeden Fall aus der Ferne die Entführung der anderen Überlebenden. Zunächst handelt sie in meinen Augen richtig und versteckt sich, denn wer will schon von Guerilla-Kämpfern verschleppt werden? Doch dann tauchen Fahrzeuge auf und da in einem Äpfel und ein Sateliten-Telefon liegt und sich bei Emma nicht nur der Hunger regt, wird sie zum ersten Mal leichtsinnig und will unbedingt an die Nahrung und das Telefon ran. Auf dem Weg dahin befreit sie gleich ganz zufällig einen Jungen, der gefesselt unter der Plane des ersten Wagens liegt und den sie zu überqueren dachte, um an die ersehnten Dinge zu gelangen. Da ihr keine Zeit mehr bleibt, bekommt sie weder Apfel noch Telefon und muß mitsamt den Jungen das Weite suchen. Doch auf diesen Weg “lernt” sie Cameron Sumner kennen – vorläufig einmal nur durch Blickkontakt und sie weiß auch noch nicht seinen Namen… , da er einer der Gefangenen der Terroristen ist.
Als die Gefangenen weggebracht werden, reagiert sie erneut, wie mir scheint, richtig, in dem sie beim Flugzeugwrack bleibt, in der Hoffnung, dass sie dort eher gefunden werden würde.  Doch einige Terroristen kommen zurück um Bomben um das Wrack zu legen und während der Zeitzünder die Minuten und Sekunden runtertickt, agiert Emma wieder falsch – sie läuft mitten durch das Bombengewirr durch, obwohl sogar schon die Bombenleger das Weite gesucht haben und sich damit in Sicherheit brachten.
Wie schon erwähnt… das sind so Dinge, die einem während dem Lesen richtig, aber hinterher doch entweder unrealistisch oder einfach zu gewagt erscheinen. Denn bei den so eben genannten Dingen bleibt es nicht, es kommt noch so einiges zusammen.

Emma läuft auch sehr viel durch den Dschungel und so manches Mal wurde ich an Forrest Gump erinnert. Ich bin kein Extremsportler, aber mit einem “Ermüdungsbruch” am Bein – selbst wenn es sich nur, wie im Buch erwähnt, um einen Haarriß handelt – kommt es mir eher unwahrscheinlich vor, dass all diese extremen Situationen von Emma ohne nennenswerte Schmerzen tatsächlich durchzustehen sind. Außerdem passiert ihr auch ständig etwas (Beinahe-Zusammenstöße mit Guerilla-Kämpfern, die Rettung einer herzkranken Frau, Pestizidbehandlung eines Kokafeldes, in dem sie grad mittendrin steht, und noch vieles mehr), dass man sich nicht nur einmal fragt, woher diese Frau all ihr Glück nimmt und immer wieder ohne größere Blessuren davonkommt. Schlußendlich ist sie auf jeden Fall die Heldin, denn alles gelingt ihr (mehr oder weniger), selbst Dinge, die sie nicht kann, wie schießen…
Trotz all der “störenden Kleinigkeiten” war es zumindest so gut, wenn auch auf viel Action, aufgebaut, dass das Buch in einem Rutsch zu lesen war. Der Schreibstil, der mir unbekannten Autorin, ist flüssig, leicht, manchmal sogar amüsant und… ja, ich würde ihn sogar knackig nennen.

Fazit: Ein wirklich nettes “Zwischendurch”, aber für einen ernstzunehmenden Thriller, sollte die Autorin vielleicht doch weniger auf Action und stattdessen auf Realität setzen.

Thema: vorablesen | Kommentare (0) | Autor: Lightdancer

Der Seher des Pharao

Montag, 5. Oktober 2009 0:05

Am 15. September bekam ich wieder eine Mail von vorablesen. Diesmal handelt es sich um Der Seher des Pharao von Pauline Gedge. Wann das Buch genau eingetroffen ist, kann ich leider nicht sagen, da ich in dieser Woche im Urlaub war.

der seher des pharaosCover-Text:
Der hochbegabte Schreiberschüler Huy hat viele Neider – bis ihn schließlich ein Mitschüler erschlägt. Doch nach fünf Tagen kehrt er von den Toten zurück und verfügt daraufhin über göttliche Gaben. Der Pharao beruft ihn schließlich an seinen Hof, und aus dem kleinen Huy wird “Amenophis, Sohn des Hapu”, Architekt des bis heute berühmten Luxor-Tempels. Zugleich gewinnt er das Vertrauen der schönen Prinzessin Senetamu…
Ein farbenprächtiges Bild Ägyptens um 1400 v. Chr. und über die Jugendjahre des legendären “Amenophis, Sohn des Hapu”, eine der prägendsten Figuren seiner Zeit.

Rezension:
Eines vorweg… das Buch endet leider im “irgendwo”! Es steht zwar im Cover-Text drin, dass nur über die Jugendjahre berichtet wird, aber am Ende war mir dann das doch zu wenig. Zu gerne hätte ich erfahren, wie es mit Huy weitergeht, wie er zum Namen Amenophis kommt und was der Grund dafür ist, wer Senetamu ist und wieso er ihr Vertrauen erringt, ob Ischat – wie von mir vermutet – Thutmosis heiratet und… ganz wichtig… wie kommt es dazu, dass er den Luxor-Tempel bauen läßt, dessen immer noch deutlich spürbare Macht ich erleben durfte. Zwei Dinge davon (die Sache mit Senetamu und dem Luxor-Tempel) werden im Cover-Text angesprochen, aber man erfährt darüber keine Silbe mehr. Heißt das womöglich, dass es einen “zweiten” Teil geben wird?
Wie immer schildert Pauline Gedge in ihren ägyptischen Romanen alles so bildhaft, so lebendig und farbenfroh, dass man diese alte Welt deutlich vor Augen hat. Mir eröffnet sich dann immer, als totaler “Ägypten-Fan”, ein Stück meiner “Heimat”. Man kann mit Huy mitleben, mitleiden, mitfühlen… ganz besonders konnte ich seine Zwiespalte miterleben. Ich würde wohl an seiner Stelle ebenso empfinden.
Seine Ängste, seine Zerrissenheit wird in einem gedanklichen Satz von ihm ganz deutlich:
Wie viel habe ich doch verloren. Wie grausam die Vergangenheit ist. Sie ruft schmerzliche Erinnerungen ins Gedächtnis und lässt sich nicht ändern, bringt die sinnlose Qual des “Was wäre, wenn…”, das Wissen, dass die Zeit eine Mörderin ist, die alle Hoffnungen tötet, alle Türen hinter mir zuwirft und mich in Gefilde trägt, in die ich nicht vorstoßen will.
Wie viele Menschen können diesen Erguß auf sich selbst anwenden, sehen sich selbst in diesen Gedanken eines einsamen Mannes, der die Liebe nie kennenlernen kann, weil die Götter es so wollen? Ich nehme mich davon nicht aus…
Ich  müßte noch recherchieren zu welchem Zeitpunkt Huy gelebt hat, dass es aber keine intriganten Priester gab, glaub ich nicht ganz. Keiner schöpfte Macht aus dem Wissen um Huy, alle waren unterwürfig und aufrecht, selbst die Oberpriester. Keine Intrigen innerhalb der Priester-Kaste – abgesehen von den Hänseleien und Zankereien zwischen Huy und Sennefer geht es erstaunlich ruhig zu. Huy lernt aus dem geheimen Buch Thots und alle nehmen es einfach hin, dass kann ich irgendwie nicht wirklich glauben.

Eines störte mich aber gewaltig (abgesehen davon, dass man nicht alles über Huy erfährt): es gibt wahnsinnig viele Schreibfehler – mal ein Buchstabe zu wenig, mal zu viel, mal ergibt der zusätzliche Buchstabe ein ganz anderes Wort, als gedacht war. Es ist halt leider nicht damit getan, dass man ein Rechtschreibprogramm drüberlaufen läßt oder sind die Lektoren schon so unterbezahlt und überarbeitet, dass solche Fehler einfach unter dem Tisch fallen? Schade, dass trübt zeitweilig nämlich den Lesegenuß.

Fazit: ein Stück Geschichte wird dank Pauline Gedge lebendig, ist aber kein Buch zum “Drüberstreuen oder Querlesen” und wer Ägypten liebt, wird in diesem Buch aufleben.

Thema: vorablesen | Kommentare (0) | Autor: Lightdancer

Bergabbau-Oktober

Donnerstag, 1. Oktober 2009 6:30

Das Oktober-Thema war

“Lies mindestens ein Buch, in dessen Titel ein Gebäude/Bauwerk oder ein Teil eines Gebäudes vorkommt. Gebäude/Bauwerke sind z. B. Haus, Brücke, Turm, Palast, Hütte, Apotheke, Einkaufszentrum, Burg, Bahnhof…
Teile sind z. B. Tür, Fenster, Pfeiler, Treppe, Dach…”
und wurde von DA-Cameron aufgestellt.

Lightdancer
Buch-Titel Autor/in Challenge
Ein Haus in Irland Maeve Binchy ja
Lauf Jamie Freveletti nein – vorablesen
Im Tempel des Regengottes Andreas Gössling ja

Midnightwitch

Buch-Titel Autor/in Challenge
Der Seher des Pharao Pauline Gedge nein – vorablesen
Die letzten Tage von Philae Christian Jacq ja

Thema: Bergabbau-Challenge | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer