Die dunkle Macht des Mondes

Wieder einmal habe ich ein ausgeliehenes Buch gelesen und nun werde ich darüber berichten.

Die dunkle Macht des MondesCovertext:
New York, 1926
Ein unheimliches Verbrechen hält die Stadt in Atem. Drei blutleere Leichen wurden gefunden. Das Werk von Vampiren? Bei ihren Recherchen zu dem Fall  wird die Reporterin Gwen Murphy am Ufer des East Rivers von einem Unbekannten in die eiskalten Fluten gestoßen. Doch in letzter Sekunde bewahrt sie ein faszinierender, schöner Mann vor dem Ertrinken: Dorian Black. Er versucht, Gwen von ihren gefährlichen Nachforschungen abzubringen, und bald schon fühlt Gwen sich in der Nähe des seltsamen Fremden in Sicherheit. Sie ahnt nicht, dass Dorian selbst ein Vampir ist – der, um sie zu retten, sogar über ihre Leiche gehen würde.

Rezension:
Schwierig etwas über das Buch zu sagen.
Nett ist die Idee, dass es auch “gläubige” Vampire gibt, die sich in Form einer Gemeinschaft namens Pax spiegelt. Alles andere, was die Vampire angeht, ist weder neu noch erstaunlich. Keine Möglichkeit der Fortpflanzung, sie können getötet werden (mittels einer Kugel in Kopf oder Herz), sie leben nur nachts, da ihnen die Sonne schadet, und ähnliches mehr. Das sich der Meister mit seinem Protége durch den Biss verbindet und damit weit mehr tut, als nur einen Vampir zu erschaffen, ist auch nicht unbedingt neu. Sobald der Meister tot ist, kann (muß jedoch nicht) Wahnsinn ausbrechen. Bei Dorian scheint dies der Fall zu sein. Aber Vampire sind eben auch nur “Menschen”, denn bei ihn ist der Wahnsinn “selbst geschaffen”.
Was ich allerdings nie wirklich richtig verstand, war die Tatsache, dass Dorian liebte und zugleich sich Gwen von Hals hielt. Anfangs kann ich das durchaus nachvollziehen. Man könnte es auch als Unsicherheit auslegen, als “sich-niemanden-aufdrängen-wollen”. Doch sobald Dorian Gwen umgewandelt hat und der Bund entstanden ist, konnte ich es nicht mehr wirklich nachvollziehen. Zwangsläufig mußte Gwen etwas ganz anderes denken, die seine Zurückhaltung ebenso wenig verstand. Dies wirkte eher gekünstelt auf mich und nicht wirklich real. Auch mag ich keine … wie soll ich es nennen … Kraftausdrücke, wenn es um die männliche Anatomie geht. Wenn man als weibliche Autorin die Genitalien einer Frau sanft umschreiben kann mit z. B. Perle in der Muschel oder einfach nur Vulva, dann muß man nicht unbedingt zu harten Worten wie Schwanz beim Mann greifen. Entweder ist das – was ja durchaus sein könnte – ein Übersetzungsfehler oder ich muß annehmen, dass die Autorin mit diesem Teil des Mannes ein Problem hat.

Angenehm ist allerdings, dass die Schlacht zwischen den Splittergruppen der Vampire nicht sehr blutrünstig geschildert wird. Da habe ich (u. a. in Black Dagger) weit härtere Szenen erlebt. Andererseits wiederum sind aber vermutlich gerade die harten Szenen diejenigen, die am realistischten wirken. Irgendwie hatte ich immer bei diesem Buch das Gefühl, dass es oberflächlich sei, nicht ganz stimmig. Auch das Verlangen zwischen Dorian und Gwen erschien mir flach, nicht greifbar.

Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch, aber leider nichts, was ich unbedingt noch ein zweites Mal zur Hand nehmen werde.

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Autor: Lightdancer
Datum: Sonntag, 10. Januar 2010 8:34
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Ein Kommentar

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