Der Gartenkünstler

Erneut hab ich von vorablesen ein Buch gewonnen. Diesmal ist es “Der Gartenkünstler” von Ralf Günther. Die Mail erhielt ich am 2.  Februar. Leider ist bis zum heutigen Tag noch nicht einmal Dämonenherz eingetroffen, was wiederum bedeutet, dass ich für weitere Bücher vorläufig gesperrt bin. Dabei hätte ich mich so sehr schon auf “Die Zauberer von Montpanasse” gefreut.

Dieses Buch ist am 26. Februar endlich eingetroffen.

der gartenkünstlerCovertext:
Im Jahr 1826 steht der geniale Gartenarchitekt Hermann Fürst Pückler finanziell am Abgrund. Gemeinsam mit seiner geliebten Frau Lucie beschließt er, sich scheiden zu lassen und nach England zu reisen. Dort will er eine neue Gattin mit üppiger Mitgift suchen. Als mehrere junge Damen gewaltsam ums Leben kommen, gerät der Fürst in einen bösen Verdacht.

Rezension:
Seit Stunden bin ich mit dem Buch fertig und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das Buch beurteilen soll. Mag durchaus für manchen Leser interessant sein, doch irgendwie fand ich das Buch langweilig. Holmes, so wie er beschrieben wurde (Kleidung und Cleverness) muß man annehmen, dass es sich um den berühmten Detektiv handelt, wird als Diener von Fürst Pückler ausgegeben und schneidet auch sonst eher übel ab. So genannte Berühmtheiten wie Bettine von Arnheim oder Henriette Sontag – sorry, aber die sind mir völlig unbekannt. Muß man diese Menschen kennen? Auch ein Ableger der Rothschilds (welcher, erneut wiederum keine Ahnung, und für eine Recherche hat mich das Buch nicht genug gefesselt) kommt nicht sonderlich gut in diesem Buch weg.
Okay, überraschend war für mich doch tatsächlich der wirkliche Mörder der Frauen. Ein Pluspunkt an dieser Geschichte. Aber ansonst …. gähn! Die Frauensuche Pücklers gestaltet sich nicht nur mühsam, sondern zeigt sich mir irgendwie an den Haaren herbei gezogen. Die Eltern verstecken verständlicherweise ihre Töchter vor dem Mitgiftjäger, doch, dass sich dann Frauen ihm dennoch an den Hals werfen, finde ich übertrieben. Wahnsinn pur versteckt sich hinter solchen “Attacken”. Kann sich so etwas wirklich so abgespielt haben?

Eine weitere Frau, die ihm trotz aller Gerüchte und Mordanklagen angeboten wird (vom Vater derjenigen sogar) zeigt sich vampirhaft – mit spitzen Zähnen, raubtierhaften und männlichem Gehabe. Selbst wenn man wirklich kurz vor der Pleite steht, würde dennoch ein Fürst eine solche Frau in Erwähnung ziehen? Fürst Pückler tut es…
Den Titel finde ich allerdings völlig verfehlt: Der Gartenkünstler! Er ist zwar fasziniert davon, doch abgesehen von seiner Frauensuche, tut er in dieser Richtung keinen weiteren Schritt. Im Gegenteil, er schickt sogar seinen Obergärtner durch all die Parks, um Ideen zu sammeln. Wahnwitzige Ideen, wie Mausoleum, orientalische Moscheen, Wasserfälle und dergleichen mehr spuken ihm durch den Kopf und will er partout in seinen “Garten” haben. Seine Frau, sorry, seine Ex-Frau, hingegen ist undurchsichtig. Sie sehnt sich nach ihrem “Lou” und angelt sich dann dennoch einen Jüngling. Ihre Absichten sind dem Leser klar und doch wagt sie  scheinbar nicht ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Verwzeifelt wünscht sie sich ihren Ex-Mann zurück und weist ihn dann eigentlich ab, als er endlich wieder bei ihr ist.

Nein, absolut nicht mein Buch! Ich mußte mich wirklich von Seite zu Seiten quälen. Mehr Spannung hätte dem Buch vermutlich um einiges besser getan.

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Autor: Lightdancer
Datum: Sonntag, 28. Februar 2010 12:26
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