Beiträge vom März, 2010

Plötzlich Shakespeare

Mittwoch, 24. März 2010 7:18

Welch eine Freude! Da es mit den Magiern von Montpanasse nichts geworden ist, freue ich mich doppelt darüber, dass ich das neue Buch von David Safier gewinnen konnte (23. Februar). Mal sehen, wann dieses auftaucht, da ja noch der Gartenkünstler ausständig ist und Dämonenherz erst gestern gekommen ist (23. Februar).

plötzlich shakespeareCovertext:
Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt!
Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist.  Keine einfache Aufgabe: Sie muß sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.

Rezension:
Ich LIEBE David Safier! Seine unnachahmlicher Sinn für Humor ebenso wie seine Ausdrucksweise und seine Einfühlsamkeit. Nicht nur einmal wurde ich schräg angesehen, weil ich lauthals losprusten mußte, um nicht an einem Lachanfall ersticken zu müssen.  Die Art und Weise wie sich Rosa und Shakespeare begegnen, was sie gemeinsam erleben (hauptsächlich im alten London und leider nur ganz wenig im heutigen Deutschland), sind einmalig beschrieben. Wie einfühlsam ein Mann sein kann, zeigt uns Safier, wenn er Situationen beschreibt, die typisch weiblich sind und von den meisten männlichen Wesen nicht nachvollzogen werden können. Seine Freimütigkeit über Sex und Homosexuelle zu reden… pardon, zu schreiben… ist grandios, aber ohne aufdringlich oder gar kitschig zu wirken. Die “kleinen” Schwierigkeiten, die man bekommen kann, wenn man als Frau in einen Männerkörper ist, sind witzig beschrieben und ich hätte Shakespeare beim Wasser lassen zu gerne zugesehen. Allerdings hätte ich wohl weniger Scheu gehabt – wenn ich in Rosas Situation gewesen wäre – einen männlichen Prachtkörper zu betrachten und zu waschen. ;)

Auch nach diesem Buch verlangt mich mehr aus Safiers Feder! Hoffentlich läßt er uns nicht zu lange auf die nächste Story warten!

Thema: vorablesen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer