Mr. Monster

Am 27. April hat mich wieder eine Gewinn-Mail von vorablesen erreicht. Diesmal ist es Mr. Monster von Dan Wells. Na, da bin ich ja gespannt, was mich erwartet. ;)

mr. monsterCovertext:
Ich bin nicht nur ein Junge. Ich bin ein Killer.

Mein Name ist John Cleaver. Ich bin sechszehn Jahre alt.  Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir.
Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Eigenschaften eines Serienkillers auf. Ich phantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Ich habe einen Dämon besiegt. Aber es gibt viele Dämonen da draußen. Zu viele. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten.

Rezension:
Ein gewaltiger Roman und auch der Covertext ist mehr als “gelungen”. Er sagt viel über John aus und doch noch lange nicht die Hälfte. Mittlerweile bedauere ich, dass ich nicht schon den ersten Teil von Dan Wells “John-Saga”, wie ich sie nenne, gewonnen habe. Aber nach der Lektüre dieses Teils ist es einfach ein Muß für mich, mir den ersten zu kaufen.

John ist das, was man in zwei Jahren (also mit dem Lebensalter von 18 Jahren) einen Soziopathen nennt. Noch ist er nicht alt genug für diese Bezeichnung. Also gilt er als “verhaltensgestört”. Er hat sich selbst Regeln auferlegt, die er zumeist auch einhält. Doch manchmal ist Mr. Monster einfach stärker, dann muß er ein Ventil suchen – und das meist in Form von Feuer. Daher trifft man John auch schon im 1. Kapitel in einer Lagerhalle wieder, in der ein “Feuerchen” legen will. Doch allein eine einsame Katze hält ihn davon ab – noch! Denn einer seiner Regeln lautet, niemals ein Tier zu quälen.
Johns Qualen zwischen gut und böse, zwischen Mr. Monster bändigen wollen und manchmal nicht können, sind deutlich spürbar. Man leidet richtig mit ihm mit. Dan Well trifft die richtigen Worte, um sogar einen verhaltensgestörten jungen Menschen so darzustellen, dass er “unwiderstehlich” wie jeder andere Held aus anderen Geschichten wird. Man kann John verstehen, man fühlt mit ihm, erlebt das zarte Erwachen von etwas, dass wie Liebe aussieht. Doch Menschen wie er können keine Gefühle leben. Sagt man jedenfalls! John ist dennoch in gewisser Weise dazu fähig. Oder zumindest läßt uns der Autor das so empfinden…
Aus dem ersten Teil Ich bin kein Serienkiller kriegt man einiges mit, auch wenn man ihn, wie ich, nicht gelesen hat. Es reicht aus, um einiges zu verstehen, macht aber dennoch neugierig darauf.

Eines hab ich allerdings noch nicht ganz auf die Reihe bekommen und deshalb warte ich auch sehnsüchtig auf den nächsten Teil, den es sicherlich geben wird: Ich glaube an das Übernatürliche, an Wesenheiten, die so mancher in das Reich der Fantasie steckt und folglich auch an Dämonen… Aber irgendwie passen Dämonen nicht in das Genre Thriller. Es läßt das Buch eher in das Reich der Fantasie abgleiten. Anfangs dachte ich noch, dass John Mr. Crowley aus dem ersten Teil aus ähnlichen Gründen den “Dämon” nannte, wie er seine zweite Hälfte als Mr. Monster bezeichnet. Aber ganz offensichtlich handelt es sich doch tatsächlich um Dämonen. Und das erstaunt mich doch. Oder gibt es eine andere Auflösung, auf die Dan Wells allmählich hinarbeitet?

Zwei Dinge sind allerdings so etwas von sicher:

  1. Ich konnte nicht genug vom Roman bekommen und war beinahe schon enttäuscht, als das Ende da war.
  2. Ich bin sehr ungeduldig und erwarte in Bälde den nächsten Teil… Wann kommt der??????????? *auf- und abhüpf*

Dies ist auf jeden Fall auf meiner Skala von 1-10 (1 grottenschlecht, 10 himmelhochjauchzend) eine eindeutige 10!

Tags »

Autor: Lightdancer
Datum: Freitag, 28. Mai 2010 7:20
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: vorablesen

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren.
Pingen ist momentan nicht möglich.



Kommentar abgeben

Login erforderlich