Jenseits des Mondes

Wieder einmal ein interessante Leseprobe hat ich verführt ein Buch bei vorablesen zu gewinnen und habe es auch prompt geschafft. ;) Jenseits des Mondes ist der zweite Teil der Chronik der Nephilim, von Heather Terrell.

Jenseits des MondesCovertext:
Jetzt, da sie ihre große Liebe Michael an ihrer Seite hat, könnte Ellspeth Faneuil sehr glücklich sein. Doch der jungen Frau ist ein anderes Schicksal vorhergesagt: Die gefallenen Engel kämpfen um die Herrschaft der Welt – und Ellspeth muß entscheidend in diesen Kampf eingreifen. Nicht einmal Michael kann sie vor ihrer größten Herausforderung bewahren: Um die Welt zu retten, muß sie gegen einen Feind antreten, der groß, mächtig und ihr sehr nahe ist.

Rezension:
Eigentlich mag ich Bücher über Engel und dergleichen sehr. Und der Anfang dieser Geschichte versprach mir, dass auch dieses mir gefallen könnte. Leider kenne ich ja nicht den ersten Teil, aber man erfährt doch so einiges und hat damit kein Problem der Geschichte zu folgen. ABER und nun kommt ein Spoiler (wer also nicht mehr erfahren möchte, sollte diesen Absatz mal kurz überspringen): muß es so schnell zu Ende gehen? Im ersten Teil töten Michael und Ellie Ezekiel – also einen Gefallenen – und der Rest von ihnen, also sechs weitere, auf lediglich 299 Seiten? DAS kann ja nicht der Ernst der Autorin sein. Oder? Ja, es ging mir absolut zu schnell. Und ja, ich hätte mir mehr erwartet! Eigentlich hab ich ja schon genug Serien in meinen Regalen stehen, aber trotzdem wäre hier mehr besser gewesen als so wenig. Es wirkt auf den Leser (also zumindest auf mich) übereilt, hastig hingeworfen. Es entsteht der Eindruck, dass die Szenen mit den Gefallenen schon lange standen, doch der Autorin irgendwie die Zeit dazwischen nicht in den Kram gepaßt hat. Der Aufbau von Ellie und Michael hätte mehr ausgearbeitet gehört. Zu schnell haben sie zu viel in zu kurzer Zeit gelernt. Die Geschichte – soweit ich sie kenne – fängt wie ein gemütlicher Bummelzug an, der sich aber immer schneller in einen ICE verwandelt und nur noch dahinrast. Schade!!! Es hätte mehr die Spannung gesteigert und das Leserherz erfreut, wenn man zumindest drei Gefallene in einen dritten Band getan hätte.

Der Schreibstil von Heather Terell ist sehr angenehm, sehr fließend. Sie macht es einem leicht in die Geschichte zu finden. Auch das Cover ist ansprechend und hätte mich im Buchladen sicherlich neugierig gemacht.

Fazit:
Eine gute Idee, die nett verpackt worden ist, aber sich viel zu schnell zu Ende neigt. Eine Geschichte ist in meinen Augen wie ein wirklich guter Wein: er muß nicht teuer sein, aber süffig, geschmacklich vollmundig sein und einem lange Zeit zum Genießen lassen.  ”Süffig” ist diese Story durchaus, aber leider läßt sie absolut keinen Raum um sie zu genießen.

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Autor: Lightdancer
Datum: Mittwoch, 13. Juli 2011 17:00
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