I kissed a Zombie and I like it

Covertext:
Die achtzehnjährige Alley braucht kein “Twilight”, um zu wissen,wie das so läuft mit Vampiren. Schon seit Jahren sind Vampire, Werwölfe und andere Untoten Teil ihres Alltags. Ein Vampirfreund ist das ultimative Statussymbol – doch nicht für Alley. Denn mal ehrlich: Wer will schon einen Kerl, der nicht altert und nie erwachsen wird? Der unsterblich egozentrisch und dabei auch noch launisch ist? Doch dann begegnet sie Doug: Der ist vor vier Jahren gestorben und trägt immer noch den Anzug, in dem er beerdigt worden ist. Alleys Vorsätze sind dahin, und sie muß sich entscheiden, ob sie einen Zombie als Freund haben möchte.

Rezension:
Nicht und doch schon wieder die übliche Teenie-Geschichte. Ein Widerspruch? Durchaus, aber das ist bei der Story kein Wunder.
Junge verliebt sich, Mädchen auch, aber gibt sich ein wenig widerborstig. Es gibt die üblichen Heimlichkeiten. Kein Wunder, ist doch der Junge (Doug) ein Zombie und als er merkt, dass seine Liebe viel lieber an eine Krankheit glaubt, als das Offensichtliche sehen zu wollen, versteht man seine Vorgehensweise. Denn ehrlich: wer würde sich freiwillig in einen Zombie verlieben?
Okay, ich gestehe: verlieben und Liebe ist meist nicht freiwillig. Wäre sie das, bestünde die Welt wohl nur aus Traumpaaren. ;) Aber denkt mal darüber nach. Sich in einem Typen verlieben, der graue Haut hat, immer irgendwie vergammelt aussieht, nach Balsamierungsmittel riecht und so einige Dinge nicht tun kann, weil es ihm höllische Schmerzen bereitet (selbst das Küssen)? Also mein Traum-Typ wäre das nicht gerade.
Als Alley endlich die Wahrheit sieht, bleiben ihre Gefühle für Doug aber aufrecht. Und doch ist das Leben mit einem Zombie (soweit man bereits von einem Leben mit… reden kann, sind sie doch frisch verliebt und wohnen nicht zusammen) nicht einfach. Alle vier Stunden muss Doug seine „Medizin“ trinken, schnelle Bewegungen (also auch tanzen) sind für ihn nichts, da schon so sein ganzes Leben aus Schmerzen besteht und jede schnelle Bewegung es verstärken würde (wobei ich mich frage, woher die Schmerzen kommen sollen und wie „tote“ Nerven das weitertransportieren), auch Sex ist für seine Art nicht drin (für Vampire aber schon! Hm… ), seine Stimme nimmt mit der Wirkung seiner „Medizin“ ab und noch einige Dinge mehr.

Oh … und da wir gerade vom Vampire reden: Auch hier saugen die Blutsauger kein Blut mehr, sondern haben eine pflanzlichen Ersatz gefunden (HÄ???? Pflanzlich? Ja, das hab ich mich auch gefragt. Da gefällt mir die Idee aus der Sookie-Serie mit dem künstlichen Blut um einiges besser!)
Aber das, was das Buch eigentlich – in meinen Augen – ausdrücken will, gefällt mir persönlich wieder sehr und sollten sich viele, wenn nicht so gar fast alle, zu Herzen nehmen: Lebe dein Leben bewusst, in jeder Stunde, in jeder Minute, ja in jeder Sekunde. Sieh die Welt mit anderen Augen und übergehe nichts, weder Sonnenstrahl, noch Windhauch, noch Vogelgezwitscher, die Liebe oder einfach der Spaß am Leben.
Mit dieser Aussage ziehe ich absolut gleich und ich denke, es ist kein weiteres Wort dazu zu sagen…

Fazit:
Ein nettes Büchlein für Zwischendurch, dessen Botschaft zwar super, aber irgendwie nicht toll verpackt ist.

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Autor: Lightdancer
Datum: Mittwoch, 5. Oktober 2011 10:48
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