Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bücher, Bücher, Bücher'

Der Gartenkünstler

Sonntag, 28. Februar 2010 12:26

Erneut hab ich von vorablesen ein Buch gewonnen. Diesmal ist es “Der Gartenkünstler” von Ralf Günther. Die Mail erhielt ich am 2.  Februar. Leider ist bis zum heutigen Tag noch nicht einmal Dämonenherz eingetroffen, was wiederum bedeutet, dass ich für weitere Bücher vorläufig gesperrt bin. Dabei hätte ich mich so sehr schon auf “Die Zauberer von Montpanasse” gefreut.

Dieses Buch ist am 26. Februar endlich eingetroffen.

Covertext:
Im Jahr 1826 steht der geniale Gartenarchitekt Hermann Fürst Pückler finanziell am Abgrund. Gemeinsam mit seiner geliebten Frau Lucie beschließt er, sich scheiden zu lassen und nach England zu reisen. Dort will er eine neue Gattin mit üppiger Mitgift suchen. Als mehrere junge Damen gewaltsam ums Leben kommen, gerät der Fürst in einen bösen Verdacht.

Rezension:
wird demnächst gelesen…

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (0) | Autor: Lightdancer

Dämonenherz

Samstag, 20. Februar 2010 10:16

Und wieder ein Buch von vorablesen. Diesmal ist es Dämonenherz von Julia Talbot. Üblicherweise dauert ja das Eintreffen des Buches gut 14 Tage.
Diesmal hat es eindeutig länger gedauert, da das Buch noch in Druck war und vom Verlag nicht vor dem 16. ausgeliefert worden ist. Gestern Abend (24. Februar) kam es dann endlich. Ich freue mich schon sehr auf das Lesen!

Covertext:
Als Anna sich in den schönen, geheimnisvollen Carl Weller verliebt, ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Denn Carl darf nicht lieben. Um Macht und Reichtum zu erlangen, ist er einen Pakt eingegangen. Kann er erlöst werden? Kann Anna ihn und sich retten?

Rezension:
Der Cover-Text ist ein bißchen verwirrend. Dass Carl Weller nicht lieben DARF, steht nämlich nirgendwo. Als Dämon ist es eher so, dass er Gefühle – außer Liebe und Hass – nicht mehr empfinden kann. Anna zeigt ihm die Liebe und damit wieder das Gefühl von menschlichem Leben, denn Carls Dämonenherz schlägt nicht mehr, seit er den Pakt geschlossen hat. Anna bringt es zu wieder zum Schlagen…

Die Geschichte selbst ist angenehm, wenn auch eher seicht. Nichts Tiefgründiges oder gar Schockierendes. Carl kann man eindeutig als Unikum ansehen, da er ein sanfter Dämon ist. Im Gegensatz zu anderen… ;) Meine Bezeichung von seicht ist aber in keinem Fall abwertend gemeint. Es ist ein angenehmer Lesegenuss, der nicht zum Nachdenken anregt, dafür aber einen wohligen Nachmittag auf der Couch beschert.
Die Protagonistin Anna tappt zwar manchmal wie ein kleines Kind in allerlei “Fallen”, die man aber durchaus als alltäglich und damit auch durchaus menschlich bezeichnen kann. Und wenn eine Frau von einem Mann berührt wird und schon beim leisesten Blick dahinschmilzt, kann man das einfach verstehen, auch wenn sie eigentlich wütend auf ihn sein müßte. Besonders da Carl Weller ein Abbild griechischer Götter ist, kann frau das durchaus verstehen. Welche von unserer Art würde dann nicht dahinschmelzen?
Anfangs wird die Geschichte rund um Carl dem Leser häppchenweise präsentiert und macht neugierig. Erst gegen dem letzten Drittel wird die Geschichte klarer um diese Figur.

Dennoch erscheint mir das Buch wie das Erstlingswerk der Autorin. Und nach einer Suche im www scheint mir dies bestätigt zu werden. In manchen Absätzen hat man das Gefühl, dass die Autorin regelrecht nach Worten ringt und dann zu Wiederholungen greift. Dies stört zwar nicht den Lesefluß, dennoch fällt es einem Vielleser auf.
Die erotischen Szenen sind gut dargestellt, aber das böse Wesen an sich und die Gedanken solcher Kreaturen scheinen Julia Talbot ebenfalls Probleme bereit zu haben. Selbst Kampfszenen wirken harmlos und in keiner Weise dämonisch, von brutal oder gewaltig ganz zu schweigen. Die Intrigen von Sandrine sind ebenfalls nicht so gut bei mir angekommen. Sie treffen zwar Anna bis ins Mark, aber dennoch erscheinen sie eher wie die eines Kindes und sind möglicherweise sogar Märchen entliehen worden (ACHTUNG SPOILER: wie die Sache mit dem “vergifteten” Abendkleid). Einige Dinge bleiben schlußendlich auch im Dunkeln. Zwei Protagonisten traute ich einfach nicht über den Weg – Sam und Lisa! Sie sind zwar nur Nebenrollen, aber sie deuten etwas an, was nicht weiter erklärt wird. Anna zerstreut auch ihre Zweifel diesen beiden Personen gegenüber mit der Aussage, dass dem Impergator im eigenen “Nest” kein Unbill widerfahren würde. Das kann durchaus sein, aber was es nun mit den beiden auf sich hat (ob es sich lediglich tatsächlich nur um Mobbing handelt oder ob sie vielleicht vom Gegenpart geködert worden sind), erfährt man leider nicht.
Auch den Schluß hab ich nicht ganz verstanden – und nun kommt zwangsläufig wieder ein bißchen Spoiler: Warum wird Anna unsterblich? Nur, weil sie sich für Carl geopfert hat? Da ich das Dämonentum nicht unbedingt als Belohnung empfinde, frage ich mich, warum die Autorin gerade eine solche Lösung gewählt hat. Und warum schlägt weiterhin das Herz von Carl, wenn er seinen Vertrag doch nun um weitere 100 Jahre verlängert hat? Eigentlich bedeutet doch das Schlagen des Herzens, dass er menschlich und damit nicht mehr unsterblich ist. Auch diese Fragen bleiben leider offen.

Fazit: Ein gutes Buch für Wohlfühlstunden auf der Couch und um das Lesen zum Abschalten anzuwenden. Hinterfragen darf man die Geschichte nicht. Dennoch bleiben genug Fragen offen, die einen am Ende eher unbefriedigt zurück lassen. Würde es mehr Punkte zu vergeben geben (1-10, wobei 1 absoluter Schrott ist und 10 himmelhochjauchzende Begeisterungsstürme brächte), würde das Buch es zumindest auf 7 bei mir schaffen. Allein deswegen, weil ich einfach Bücher gerne habe, die nicht zum Nachdenken anregen und die locker-leicht zur Entspannung führen. Dämonisch wirkt es in keiner Weise und da fragt man sich dann schon: Wo sind die richtigen Dämonen?

weitere Rezensionen sind direkt bei vorablesen zu finden.

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Denk an mich in der Nacht

Freitag, 15. Januar 2010 13:20

Nach langer Abwesenheit bei vorablesen (das NaNo-Monat, lesen und ein neues DS-Spiel kamen mir in die Quere ;) ) habe ich nun wieder ein Buch gewonnen. Es handelt sich um “Denk an mich in der Nacht” von Joanne Harris. Eventuell in der 1. Jänner-Woche sollte das Buch bei  mir auftauchen. Tatsächlich gekommen ist es erst am 12. Jänner.

Covertext:
Alice leidet unter der Trennung von ihrer großen Liebe Joe. Als sie seine neue Freundin kennenlernt, ahnt sie, dass mit der fast überirdisch schönen Frau etwas nicht stimmt. Dann entdeckt Alice ein lange verborgenes Tagebuch, und plötzlich schwebt sie in tödlicher Gefahr. Joanne Harris, die Meisterin des geheimnisvollen Zaubers, erzählt die Geschichte einer zerstörerischen Leidenschaft.

Rezension:
Dieses Buch hat nun doch um einiges länger gedauert zu lesen, als ich je geahnt hätte. Am Anfang war ich verwirrt… verwirrt über die Eindrücke, die einem auf einem Tablett serviert wurden ohne zu erklären, wer mit wem und wann lebte. Verwirrt darüber, weil – wie ich anfangs dachte – drei Handlungsstränge erzählt werden. Die vielen Namen verwirrten mich und den Ich-Erzähler, der sich später als Daniel herausstellte, hielt ich für jemanden ganz anderen. Nach knapp 70 Seiten war ich nahe daran das Buch abzubrechen. Ich konnte einfach nicht mehr, hab es dann tagelang nicht mal mehr in die Hand genommen. Irgendwie schien es aber nach mir zu rufen, also griff ich doch wieder danach und quälte mich Seite um Seite weiter. Irgendwann wendete sich das Blatt – ich war gefangen. Offenbar war doch mehr dahinter als man vermutet. Rosemary griff sich auch meine Seele, spielte damit, machte mich verrückt und servierte mir häppchenweise ihre Geschichte.
Ich fieberte mit Alice, suchte nach Verbindungen zu Turner, zu Joe, zu Daniel, zu Ginny und zu all den anderen Protagonisten. Endlich, so hatte ich das Gefühl, wurde das Buch, nein, die Geschichte klarer. Aber sobald man glaubt ein klares Bild zu sehen, zieht die Autorin alles wieder zurück und verwirrt einen erneut. Alice sieht nicht mehr nur ihre Welt, sie gleitet offenbar zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Auch Joe wird damit verwirrt, ebenso wie der Leser, der nun nicht mehr weiß, ist Joe Daniel? Und wer ist Alice? Und im Grunde ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende, denn, wie der Titel schon andeutet, solange sich jemand an Rosemary erinnert, lebt sie ewig!

Vampire werden nicht namentlich genannt und im Grunde erfährt man so gut wie gar nichts über sie oder ihr Macht, denn sie zeigen sich ebenso sterblich wie ein Mensch, auch wenn sie “zurückgerufen” werden können, wie ein Wiedergänger, wie ein Zombie, nur dass sie nicht willenlos sind. Zumindest nicht in ihren Aktionen. Leider werden auch so einige Handlungen nicht erklärt. Was passierte mit Alice in diesem alten Gebäude, als sie mal den Jahrmarkt sieht, dann wieder die Realität? War das die Magie von Rosemary, die wie erstarrt stand und Joe nicht einmal bemerkte? Und wieso hatte offenbar nur Rosemary diese Macht? In welcher Verbindung stehen Daniel und Joe zueinander? Zumindest Joe hatte noch nie von Daniel gehört… ein Geist, der sich Joe gezeigt hatte, der ihn offenbar teilweise gelenkt hatte?
Das Gedanken Energien sind, die man lenken kann, die etwas in Bewegung bringen können, ist mir durchaus bekannt, klar und nichts, worüber ich mich wundere. Dennoch soll diese Form von Energie so stark sein, dass man Tote auferweckt? Das Rosemary wiederkommt, um weiter zu herrschen? Diese Ungewissheit nutzt Joanne Harris aus… und spinnt im Grunde eine fantastische Geschichte. Nur der Ausdruck, den hätte ich mir klarer gewünscht. Das verwirrende Spiel hatte ich bald über und leider endet ja auch die Story verwirrend.

Fazit: Wer Stephen King kennt, wird dieses Buch niemals als Horror empfinden. Wer verwirrende Spielchen in Geschichten mag, wird diesen Roman mögen. Ich für meinen Teil, werde das Buch aber sicherlich kein zweites Mal lesen.

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Leserunden mit Claudia Toman

Montag, 11. Januar 2010 11:12

 
Heute habe ich einen Aufruf für alle, die bei Büchereule und/oder Literatina angemeldet sind bzw. sich anhand dieses Aufrufs sich da anmelden wollen.
Claudia Toman veröffentlicht im Mai ihren zweiten Roman- Jagdzeit! Hierfür gibt es Leserunden in den beiden oben genannten Foren, bei denen die Autorin mitwirkt. Wer also Interesse daran hat, sollte da mal vorbei schauen. Und wer einmal wissen möchte, worum es überhaupt in diesem Roman geht, hier ein paar Worte darüber…

Tief im Wald wirst du es finden. ..
Wünschen kostet nichts? Je tiefer Olivia in den Wald vordringt — immer auf der Suche nach jener geheimnisvollen Quelle, die angeblich jeden Wunsch erfüllt — desto größer wird ihre Angst. Denn der Wald ist voll von bösen Überraschungen: Jäger verfolgen ihre Spur, Hexen vollziehen dunkle Rituale, und ein hungriger Wolf nimmt ihre Fährte auf. Doch ein Zurück gibt es nicht. Denn Magie hat nicht nur ihren Preis — sie ist auch unwiderstehlich!

Thema ist “Rotkäppchen”, wobei es bei weitem kein Märchenbuch ist. Schon ihr Debüt-Roman “Hexendreimaldrei” hatte ein Märchen als Grundthema (Froschkönig), wurde durch den Verlag leider als Frauen-Literatur deklariert und ist doch weit mehr und magischer als man vermutet.
Die Autorin selbst hat auch einen Trailer dazu gestaltet, den ihr hier finden könnt.

Ich- und vorallem auch die Autorin- würden sich freuen, wenn ihr dabei mitmachen könnt/wollt. Und vor allem freue ich mich schon sehr auf das Buch!

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (0) | Autor: Lightdancer

Die dunkle Macht des Mondes

Sonntag, 10. Januar 2010 8:34

Wieder einmal habe ich ein ausgeliehenes Buch gelesen und nun werde ich darüber berichten.

Die dunkle Macht des MondesCovertext:
New York, 1926
Ein unheimliches Verbrechen hält die Stadt in Atem. Drei blutleere Leichen wurden gefunden. Das Werk von Vampiren? Bei ihren Recherchen zu dem Fall  wird die Reporterin Gwen Murphy am Ufer des East Rivers von einem Unbekannten in die eiskalten Fluten gestoßen. Doch in letzter Sekunde bewahrt sie ein faszinierender, schöner Mann vor dem Ertrinken: Dorian Black. Er versucht, Gwen von ihren gefährlichen Nachforschungen abzubringen, und bald schon fühlt Gwen sich in der Nähe des seltsamen Fremden in Sicherheit. Sie ahnt nicht, dass Dorian selbst ein Vampir ist – der, um sie zu retten, sogar über ihre Leiche gehen würde.

Rezension:
Schwierig etwas über das Buch zu sagen.
Nett ist die Idee, dass es auch “gläubige” Vampire gibt, die sich in Form einer Gemeinschaft namens Pax spiegelt. Alles andere, was die Vampire angeht, ist weder neu noch erstaunlich. Keine Möglichkeit der Fortpflanzung, sie können getötet werden (mittels einer Kugel in Kopf oder Herz), sie leben nur nachts, da ihnen die Sonne schadet, und ähnliches mehr. Das sich der Meister mit seinem Protége durch den Biss verbindet und damit weit mehr tut, als nur einen Vampir zu erschaffen, ist auch nicht unbedingt neu. Sobald der Meister tot ist, kann (muß jedoch nicht) Wahnsinn ausbrechen. Bei Dorian scheint dies der Fall zu sein. Aber Vampire sind eben auch nur “Menschen”, denn bei ihn ist der Wahnsinn “selbst geschaffen”.
Was ich allerdings nie wirklich richtig verstand, war die Tatsache, dass Dorian liebte und zugleich sich Gwen von Hals hielt. Anfangs kann ich das durchaus nachvollziehen. Man könnte es auch als Unsicherheit auslegen, als “sich-niemanden-aufdrängen-wollen”. Doch sobald Dorian Gwen umgewandelt hat und der Bund entstanden ist, konnte ich es nicht mehr wirklich nachvollziehen. Zwangsläufig mußte Gwen etwas ganz anderes denken, die seine Zurückhaltung ebenso wenig verstand. Dies wirkte eher gekünstelt auf mich und nicht wirklich real. Auch mag ich keine … wie soll ich es nennen … Kraftausdrücke, wenn es um die männliche Anatomie geht. Wenn man als weibliche Autorin die Genitalien einer Frau sanft umschreiben kann mit z. B. Perle in der Muschel oder einfach nur Vulva, dann muß man nicht unbedingt zu harten Worten wie Schwanz beim Mann greifen. Entweder ist das – was ja durchaus sein könnte – ein Übersetzungsfehler oder ich muß annehmen, dass die Autorin mit diesem Teil des Mannes ein Problem hat.

Angenehm ist allerdings, dass die Schlacht zwischen den Splittergruppen der Vampire nicht sehr blutrünstig geschildert wird. Da habe ich (u. a. in Black Dagger) weit härtere Szenen erlebt. Andererseits wiederum sind aber vermutlich gerade die harten Szenen diejenigen, die am realistischten wirken. Irgendwie hatte ich immer bei diesem Buch das Gefühl, dass es oberflächlich sei, nicht ganz stimmig. Auch das Verlangen zwischen Dorian und Gwen erschien mir flach, nicht greifbar.

Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch, aber leider nichts, was ich unbedingt noch ein zweites Mal zur Hand nehmen werde.

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer