Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bücher, Bücher, Bücher'

Der Ruf der Schlange

Mittwoch, 1. September 2010 11:41

Kaum habe ich das vorgehende Buch von vorablesen fertig gelesen, schon sehe ich die nächste Mail, um mich über den Gewinn Der Ruf der Schlange von Andreas Gößling zu informieren. Da ich Gößling-Bücher ganz gerne mag, freue ich mich darauf besonders…

Mit viel Glück, da ein Adressenfehler auf dem Paket war, hat das Buch am 21. August zu mir gefunden!

Ruf der SchlangeCovertext:
Ein uralter Schöpfungs- und Vernichtungszauber streckt seine tödlichen Klauen aus: Einst war die Schlange von den Schöpfergöttern unterworfen worden. Jetzt befreit sie sich und droht die Welt zu zerreißen.

Rezension:
Ein düsteres Bild zaubert uns Andreas Gößling vor Augen – dunkle Beschwörungen, Weltuntergangsszenarien, religiöser Krieg zwischen verschiedenen Völkern und all überall die Schlange! Nicht einmal die zarten Liebesplänkeleien erhellen den Himmel über Dunibien. Rabov ist kein üblicher Held, wie in so vielen Fantasie-Geschichten. Eigentlich ist er eher sogar feige, weichkernig und nur seine harte Ausbildung als Spezial-Agent der Mysto (Mysteriöse Todesfälle) und sein Schwur dem König gegenüber läßt ihn handeln. Gößling versteht sich darauf, auch blutrünstige Szenen, wie das Hervorbrechen der Schlange aus dem Menschen, zwar detailgetreu, aber dennoch “sanft” wirken zu lassen, so dass der Leser sich nicht vor Grauen vom Buch abwendet. Seine geistigen Höhenflüge werden aber leider teilweise nicht näher beschrieben, wie der Yasna-Baum, die Syrassen, die Gora-Vögel, was ich persönlich schade finde. Denn: sich in einer fremden Welt zurecht zu finden, die so fantastisch gezeichnet wird, ohne nähere Beschreibungen darüber zu finden (nicht einmal ein Glossar hat das Buch), läßt die Fantasie verblassen und die Welt wirkt nicht real genug, um darin einzutauchen. Schade! Da wäre sicherlich mehr drin und dafür gibt es von mir deutliche Punkteabzüge. Ein weiterer Punkteabzug bewerkstelligt das Ende, welches mich völlig verwirrt und in mir die Frage erzeugt, ob es denn einen zweiten Band dazu gibt??? Zu offen ist mir einfach der Schluß, um eine befriedigende Lösung zu sein…

Der Autor weiß aber dennoch all die anfangs verwirrenden Fäden am Ende zu einem schönen Band zu flechten. Der “hölzerne” Nachtparder im Prolog, Sico und Maki, der schleimige Assistent Port, die seltsamen Todesfälle, die “weiße” Schlange, Zoran, der Hohepriester der Ragadhani.. all dies und einiges mehr noch, werden schlüssig zu einem Bild geformt. Und doch läßt mich das Buch völlig unbefriedigt zurück in der Realität. Ich kann nicht einmal in Worte fassen, was mich stört oder was fehlt, um für mich das Gesamtbild abzurunden. Ist es, weil die Liebe hier eindeutig zu kurz kommt (selbst Liki wühlte mich nicht so auf, wie sie es bei Samu Rabov schaffte)? Liegt es daran, dass Rabov, der der rettende Held sein sollte, am Ende in etwas eintaucht und verschwindet ohne Dunibien wirklich beizustehen? Oder ist gerade sein Kopfsprung die Rettung?

Je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker wird in mir die Gewissheit, dass Andreas Gößling Andeutungen in der Geschichte versteckt hat und dich mich nicht mehr in Ruhe lassen, die mein Gehirn in Aktion halten, obwohl das Buch zu Ende gelesen ist. Oder suche ich nur verzweifelt nach einem Grund, um zu verstehen was da am Ende wirklich passiert ist? Wirkliches Kopfzerbrechen macht mir nicht die Geschichte selbst, sondern nur der allerletzte Absatz, der – meiner Ansicht nach – sogar nicht dazupaßt.
Bei manchen Ausdrücken habe ich mich gefragt, woher Gößling diese Ideen kamen: Lichtich ist so ein Ausdruck, der mich irgendwie an ein Kind erinnert, dass verzweifelt versucht die “helle Magie” zu umschreiben. Dunkeldu der nächste, der mich eher an Kindersprache erinnert (deutlich stand mir der österreichische Satz Du-du, das tut man nicht mitsamt erhobenen Zeigefinger vor Augen). Der Widerstreit von dunkler und heller Seite (auch im magischen Bereich) war aber deutlich zu erkennen. Das eine ist zwar nur geduldet, aber dennoch irgendwie erlaubt, während das andere verboten ist und auch geahndet wird.

Fazit: Das Buch ist meiner Meinung nach nicht die leichte Lektüre, die man sich erwartet. Und auch wenn ich geschrieben habe, dass es “Punkteabzüge” gibt, könnte ich schwer sagen, ob dieser Roman nun 5 oder 7 Punkte von mir bekommt (während 10 die höchste Punkteanzahl wäre!). Ich schwanke einfach zwischen “gefällt mir gut” und “na ja, nicht schlecht”. Eines weiß ich jedoch, ich werde das Buch zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich noch einmal lesen. Vielleicht bringt die Zeit das, was mich jetzt eher unzufrieden zurückläßt!

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Das Haus zur besonderen Verwendung

Dienstag, 10. August 2010 17:16

Auch diesmal (28. Mai 2010) darf ich wieder einen Gewinn vermelden. “Das Haus zur besonderen Verwendung” von John Boyne ist es geworden. ;) Ich bin schon sehr gespannt darauf…

Romanov Klappentext: Russland 1915: In einem kleinen Dorf verhindert der  sechzehnjährige    Bauernsohn Georgi ein Attentat auf den Mitglied der  Zarenfamilie. Zar Nikolaus II. ruft Georgi daraufhin nach St. Petersburg, wo er  ihn zum Leibwächter seines einzigen Sohnes ernenntder nicht nur als  Thronfolger in ständiger Lebensgefahr schwebt. Georgi weicht dem kleinen  Zaren fortan nicht mehr von der Seite – und findet in ihm einen Freund. In den  prunkvollen Sälen des Winterpalais begegnet er auch der Zarentochter  Anastasia. Sie verlieben sich, wohl wissend, dass diese Liebe nicht sien darf.  Doch Georgi und Anastasia gelingt es, unentdeckt zu bleiben. Bis die  Revolution ausbricht und Anastasia und ihre Familie an einen geheimen Ort  verschleppt werden – ins “Haus zur besonderen Verwendung”.

Rezension: Das Buch ist nicht das, was ich erwartet habe. Nach der Leseprobe  war ich der Meinung einen Roman über die Zarenfamilie darin zu finden. Das  entspricht aber nur zum Teil der Wahrheit.

Schon das erste Kapitel mit dem “Titel” 1981 verwirrte mich. Darum ging  es  zwar durchaus um Georgi, aber als alter Mann und nicht als Junge. Und an  seiner Seite die Frau Soja, die schwer Krebs krank ist, die er dennoch so sehr  liebt, wie er einst Anastasia geliebt hatte. Die Szenen wechseln immer  abwechselnd (beginnend mit der Gegenwart, startet das nächste Kapitel mit der  Begegnung Georgis mit dem Großfürsten Nikolai in seiner Jugendzeit, um dann  rückläufig die Gegenwart zu berühren und so im steten Wechsel sich zum Höhepunkt zu steigern) und bilden am Ende das gewaltige Schlußbild. So werden nicht nur das Leben Georgi und Sojas erzählt (im rückläufigen Stil), sondern auch wie der Junge aus Kaschin die Zarenfamilie kennen- und lieben lernte (vorwärtslaufend wie in einer Geschichte eben üblich) und wie deren Leben verlaufen ist, bis zum traurigen Punkt der Erschießung der Romanov-Familie.
Ich weiß, dass man in einer Rezension nicht deutlich über dessen Inhalt schreiben, sondern einfach nur neugierig machen sollte. Dennoch ärgert mich, dass der Autor John Boyne sich nicht an die Wahrheit hält, denn (VORSICHT SPOILER!!!!) Anastasia wurde einwandfrei mittels DNA-Analyse identifiziert und konnte daher nicht überlebt haben. Da Attentate auf höher gestellte Personen sicherlich ein Thema war (und vielleicht auch immer noch ist), könnte eine Begegnung zwischen Georgi und Nikolai Nikolajewitsch durchaus stattgefunden haben und es wäre durchaus möglich, dass Georgi als eine Art Anerkennung als Leibwächter des Zarewitsch angeheuert worden ist. Fiktion ist durchaus etwas Gutes, aber bitte nicht weiterhin den – durchaus, ich gebe es gerne zu, wunderschönen – Mythos der überlebenden Zarentochter zelebrieren. Noch dazu, wo eindeutig bewiesen ist, dass Anastasia der Ermordung der gesamten Romanov-Familie nicht entkommen ist…

Dennoch ermöglicht das Buch einen wundervollen Einblick in das Leben der letzten Zarenfamilie und viele Dinge, die mir völlig unbekannt waren, wurden mir durch dieses Geschichte eröffnet (die ich auch ohne Mühe recherchieren konnte. Ja, ich weiß, ich bin schrecklich, wenn es um die Wahrheitsfindung geht. Doch bei Romanen, die von tatsächlich gelebten Menschen handeln, bin ich der Meinung, dass man sich so nahe wie möglich an der Wahrheit halten sollte!! Auch wenn damit ein”Happy End” nicht gegeben ist. Doch auf so etwas wollte der Autor offenbar so und so nicht hinaus…)
Bis auf die Verwirrung der Zeiten (mal Gegenwart, dann Vergangenheit) ist das Buch gut zu lesen und trotz meiner anfänglichen Verärgerung (immerhin hatte ich “nur” mit einem Roman aus der Zarenzeit gerechnet) konnte ich es bald nicht mehr aus den Fingern legen.

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Alera

Donnerstag, 22. Juli 2010 18:42

Endlich mal wieder ein Buch von vorablesen, welches mich interessieren könnte. Diesmal ist es Alera von Cayla Kluver. Angekommen ist es am 20. Juli 2010

AleraCovertext:
Während Mißtrauen und Rivalität zwei Königreiche in einen Krieg treiben, begegnet Prinzesin Alera dem faszinierenden Narian. Doch Narian steht auf der Seite des Feindes. Und Alera muß sich entscheiden – für ihr Land, für die Freiheit,…
… oder für ihren Feind.

Rezension:
Ungewöhnlich! Das Alter merkt man der jungen Autorin nicht an, aber ein – wie mir scheint – Übersetzungsfehler hat sich offenbar schon auf Seite 11 eingeschlichen. Oder kann mir jemand “erdbeerblonde Locken” näher beschreiben? ;)
Meine anfängliche Skepsis hat sich in schiere Faszination gewandelt und ich konnte das Buch kaum aus den Fingern legen. Aleras Geschichte bewegt, auch wenn man nicht mitgerissen werden will, so ist sie doch so lebendig, dass man mit ihr ehrfurchtsvoll vor ihren Vater erstarrt oder ihre Wut gegenüber Steldor in sich wallen fühlt. 
Ich weiß, dass die Unterwürfigkeit der hytantischen Frauen für die Geschichte notwendig ist, aber irgendwie hat mich dies doch ein bißchen wütend gemacht, dass hier Frauen wieder als die “Heimchen am Herd” bezeichnet wurden, während die cokyrische Frauen eher die Amazonen sind.

Ein paar Mankos gibt es allerdings schon…

  1. Cayla Kluver hat offenbar ein Faible für “aschblonde, blauäugige Menschen”. Ansonst kann ich mir nicht vorstellen, warum – wenn ich mich nicht verzählt habe – drei Protagonisten so beschrieben werden. ;)
  2. Doppelte Beschreibungen sollte die Autorin ebenfalls unterlassen. Die exakten Beschreibungen eines Protagonisten reicht aus und wenn dann der Sohn ihm frappierend ähnlich sieht, muss man dies nicht unbedingt noch einmal lesen. Eher wäre es nett gewesen gewisse Unterschiede hervorzuheben (als Beispiel: die Augen hatte er allerdings von der Mutter… oder ähnliches)
  3. So manche Auflösung wäre nett gewesen. Vielleicht war ich auch zu begierig die Zeilen zu verschlingen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass der “Verräter”, der die Cokyrierin aus dem Kerker gelassen hat, “vorstellig” wurde.
  4. Irgendwie wurde ich nicht vorgewarnt, dass dies der erste Band einer Trilogie ist. *seufz* Warum erwische ich immer Geschichten, die mehr als nur aus einem Buch bestehen? :)
  5. Auch die Kampfszenen erscheinen mir noch etwas holprig, aber ich denke, dass wird schon werden. Die Fantasie Kluvers ist jedenfalls ausgezeichnet.


Ich bin auf jeden Fall schon sehr auf den zweiten Teil gespannt, der leider noch nirgends mit einem Erscheinungsdatum aufgelistet ist.

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (0) | Autor: Lightdancer

Mr. Monster

Freitag, 28. Mai 2010 7:20

Am 27. April hat mich wieder eine Gewinn-Mail von vorablesen erreicht. Diesmal ist es Mr. Monster von Dan Wells. Na, da bin ich ja gespannt, was mich erwartet. ;)

Covertext:
Ich bin nicht nur ein Junge. Ich bin ein Killer.

Mein Name ist John Cleaver. Ich bin sechszehn Jahre alt.  Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir.
Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Eigenschaften eines Serienkillers auf. Ich phantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Ich habe einen Dämon besiegt. Aber es gibt viele Dämonen da draußen. Zu viele. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten.

Rezension:
Ein gewaltiger Roman und auch der Covertext ist mehr als “gelungen”. Er sagt viel über John aus und doch noch lange nicht die Hälfte. Mittlerweile bedauere ich, dass ich nicht schon den ersten Teil von Dan Wells “John-Saga”, wie ich sie nenne, gewonnen habe. Aber nach der Lektüre dieses Teils ist es einfach ein Muß für mich, mir den ersten zu kaufen.

John ist das, was man in zwei Jahren (also mit dem Lebensalter von 18 Jahren) einen Soziopathen nennt. Noch ist er nicht alt genug für diese Bezeichnung. Also gilt er als “verhaltensgestört”. Er hat sich selbst Regeln auferlegt, die er zumeist auch einhält. Doch manchmal ist Mr. Monster einfach stärker, dann muß er ein Ventil suchen – und das meist in Form von Feuer. Daher trifft man John auch schon im 1. Kapitel in einer Lagerhalle wieder, in der ein “Feuerchen” legen will. Doch allein eine einsame Katze hält ihn davon ab – noch! Denn einer seiner Regeln lautet, niemals ein Tier zu quälen.
Johns Qualen zwischen gut und böse, zwischen Mr. Monster bändigen wollen und manchmal nicht können, sind deutlich spürbar. Man leidet richtig mit ihm mit. Dan Well trifft die richtigen Worte, um sogar einen verhaltensgestörten jungen Menschen so darzustellen, dass er “unwiderstehlich” wie jeder andere Held aus anderen Geschichten wird. Man kann John verstehen, man fühlt mit ihm, erlebt das zarte Erwachen von etwas, dass wie Liebe aussieht. Doch Menschen wie er können keine Gefühle leben. Sagt man jedenfalls! John ist dennoch in gewisser Weise dazu fähig. Oder zumindest läßt uns der Autor das so empfinden…
Aus dem ersten Teil Ich bin kein Serienkiller kriegt man einiges mit, auch wenn man ihn, wie ich, nicht gelesen hat. Es reicht aus, um einiges zu verstehen, macht aber dennoch neugierig darauf.

Eines hab ich allerdings noch nicht ganz auf die Reihe bekommen und deshalb warte ich auch sehnsüchtig auf den nächsten Teil, den es sicherlich geben wird: Ich glaube an das Übernatürliche, an Wesenheiten, die so mancher in das Reich der Fantasie steckt und folglich auch an Dämonen… Aber irgendwie passen Dämonen nicht in das Genre Thriller. Es läßt das Buch eher in das Reich der Fantasie abgleiten. Anfangs dachte ich noch, dass John Mr. Crowley aus dem ersten Teil aus ähnlichen Gründen den “Dämon” nannte, wie er seine zweite Hälfte als Mr. Monster bezeichnet. Aber ganz offensichtlich handelt es sich doch tatsächlich um Dämonen. Und das erstaunt mich doch. Oder gibt es eine andere Auflösung, auf die Dan Wells allmählich hinarbeitet?

Zwei Dinge sind allerdings so etwas von sicher:

  1. Ich konnte nicht genug vom Roman bekommen und war beinahe schon enttäuscht, als das Ende da war.
  2. Ich bin sehr ungeduldig und erwarte in Bälde den nächsten Teil… Wann kommt der??????????? *auf- und abhüpf*

Dies ist auf jeden Fall auf meiner Skala von 1-10 (1 grottenschlecht, 10 himmelhochjauchzend) eine eindeutige 10!

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Hydra

Freitag, 23. April 2010 13:50

Und wieder war mir die Glücksfee bei vorablesen hold und ich konnte das Buch “Hydra” von Jeremy Robinson gewinnen. Hoffentlich funktioniert es diesmal mit dem Versenden der Bücher besser und ich erhalte das Buch früher als die drei letzten! ;)

Covertext:
Als in der peruanischen Wüste der Kopf der Hydra gefunden wird, scheint ein alter Traum endlich wahr zu werden: Unsterblichkeit. Denn die DNS des Wesens, dessen körperliche Regenerationsfähigkeit legendär ist, birgt den Schlüssel zum ewigen Leben. Doch in den falschen Händen wird aus einem universalen Heilmittel eine tödliche Waffe: ein größenwahnsinniger Multimillionär setzt alles daran, die perfekte Kampfmaschine zu entwickeln, unzerstörbar, unbesiegbar. Nur Jack Sigler und sein Delta Airforce Team können die Menschheit vor einer Katastrophe retten.

Rezension:
Nun ist sie also gelesen, die Hydra! Jeremy Robinson schrieb einen rasanten Thriller, in dem mehr oder weniger von Anfang an die Guten und  Bösen klar deklariert sind. Im Grunde bleibt nichts im Dunkeln und es gibt eigentlich auch keine überraschenden Wendungen. Zumindest nicht für mich…

Jack Sigler, Codenname King, und sein Trupp versuchen die Welt zu retten. Was sich zunächst als eine scheinbar leichte Aufgabe zeigt (Wissenschaftler und Multimillionär aufhalten), artet aus. Zwei Gen-Komplexe werden dem Erdboden gleich gemacht. Und die wahren Übeltäter Richard Ridley (der Multimillionär) und sein Sicherheits-Chef Oliver Reinhart entkommen immer wieder ihren Häscher.
Wie einem Puzzle gleich setzen King und sein Delta Airforce Team, die Hinweise zusammen und erfassen erst so nach und nach, worum es wirklich geht. Um Macht und Unsterblichkeit!
Kings bester Freund und beinahe Verwandter (er hätte seine Schwester heiraten wollen, diese starb aber) Georg Pierce ist Archäologe. Genauer gesagt sogar Spezialist wenn es um Herakles und damit um all seine Abenteuer geht. So also auch in gewisser Weise ein Hydra-Spezialist. Dennoch rechnete er nicht mit einer solchen Entdeckung in Peru, wie die, die er dann vor seinen eigenen Augen hat.
Seine Entdeckung bleibt aber nur wenige Minuten geheim, denn kaum steckt er den Kopf aus dem Sandloch wird er mitsamt seiner Beute entführt. King, der als eine Art privater Wachdienst von ihm angeheuert worden war und der ihn erst kürzlich in der Höhlung unter dem Wüstensand gefunden hat, wird mittels einer Handgranate in die Grube zurückgedrängt und durch die Explosion unter dem Sand begraben.
Immer wieder tauchen auch Leute auf, die die Seiten wechseln und ein solcher rettet King das Leben. Von diesem Moment an, beginnt die Schnitzeljagd über die halbe Welt.

Nach und nach lernt man das gesamte Delta-Team kennen. Der mürrische und eher stille Bishop, der verwegene, ein wenig draufgängerisch wirkende Knight und die kühle, aber tatkräftige Queen – sie alle stehen hinter King und verbinden sich zu einem perfekten Team. Die Witzeleien innerhalb des Trupps kommen eher harsch rüber, als wirklich witzig. Liegt es an mir oder am amerikanischen Humor??? Dennoch spürte man instinktiv, dass es nichts auf dieser Welt gibt um das Team zu spalten. Hinter der Delta-Einheit steht ein geheimnisvoller Mann – Deep Blue – der seine Kontakte spielen läßt und somit nichts dem Trupp im Weg steht. Egal, ob es um Jachten, Waffen, Verbindungen, Spezialisten oder geheim gehaltene Flugobjekte geht, alles scheint möglich zu sein. Die Identität ist aber niemanden bekannt…

Auch die Gegenseite lernt man kennen. Gen-Y, die Sicherheitseinheit von Ridley, steht unter dem Kommando von Reinhart und sind nicht nur harte Jungs. Viele Fachbegriffe werden durch den Roman regelrecht geschleudert und die vermutlich wirklich nur Gen-Technikern bekannt sind. Man erfährt, was Maddock (der Wissenschaftler, der die Regeneration möglich gemacht hat) antreibt, wie Ridley tickt und lernt ein Teil der riesigen Mannschaft kennen. Natürlich nur den Teil, der wichtig für die Geschichte wird. ;)

Der Plot selbst ist so alt wie die Welt – Gut gegen Böse! Dennoch wurde er meisterhaft in Worte gepackt, die einem fesseln und nicht mehr loslassen. Manchmal schreitet der Autor Jeremy Robinson wankend auf dem Grat der Glaubwürdigkeit entlang und man (vorallem ich, der absolut kein Waffennarr ist) fragt sich, ob das wirklich alles so stattfindet könnte. Besonders die vielen Bezeichnungen all der Waffen nervte mich gewaltig. Und Knights “Gedanken”, das manche Waffen einfach nur tödlich sind, besonders in seinen Händen, hat mich oft die Augen verdrehen lassen. Kann sich ein guter Soldat wirklich erlauben so voreingenommen von sich selbst zu sein ohne die Realität aus den Augen zu verlieren? Auch die vielen gewalttätigten Szenen erschienen mir manchmal extrem blutig beschrieben zu sein. Selbst Laien können sich sicherlich vorstellen, wie die nächste Umgebung aussieht, wenn ein menschlicher Körper zerrissen wird. Das muß, meiner Meinung nach, nicht so extrem und vorallem nicht jedes Mal bis ins kleinste Detail beschrieben werden.
Wie das Ende ausgeht, kann man sich ja denken. ;) Und irgendwie ließ es in mir das Gefühl aufkommen, dass da dann noch mehr kommen würde. Beim Nachblättern der Autorenangabe las ich dann auch prompt, dass es eine Serie rund um das Delta-Team gibt…

Fazit: Ich bin irgendwie froh, dass ich das Buch lesen durfte, es ist irgendwie eine Erfahrung wert. Trotzdem ist es nichts, was mich wirklich vom Hocker haut.

Thema: Bücher, Bücher, Bücher | Kommentare (2) | Autor: Lightdancer