Samstag, 21. November 2009 13:39
Es ist zum Verrückt-werden. An manchen Tagen fließt einem die Fantasie regelrecht aus den Fingern und die Geschichte hat bislang schon mehr Wendungen erlebt, als ich jemals vorhatte – aber so ist es nun einmal ganz offensichtlich, wenn man ohne Grundgerüst frisch von der Leber weg schreibt. Doch dann gibt es Tage – und ein solcher ist heute – an dem man einfach nicht weiterkommt und dabei fehlen einem doch lächerliche 8.800 Wörter auf das Tagesziel. Und das, obwohl ich eine Woche so und so hinterher hinke, weil ich genau um diese 7 Tage zu spät davon erfahren habe.(Über die Tagesziele werde ich noch weiter unten berichten)
Aber immerhin, so habe ich fest gestellt, bin ich nicht eine von denjenigen, die sich kübelweise Kaffee oder stapelweise Schokolade in sich hineinkippt, um weiter zu kommen. Der Körper wird es mir danken!
Und ich bin mehr als froh darüber, wo ich doch ein Butterbrot allein nur anschauen brauche, um mindestens 1 kg mehr auf die Rippen zu haben. Die Welt ist eben ungerecht. So raufe ich mir also lediglich die Haare (laut Frisör hab ich sehr viele, wenn auch sehr feine Haare) und versuche mir so wenig wie möglich dieselbigen auszureißen. 
Ein Danke gebührt auf jeden Fall zwei netten Deutschen, die mittels ihrer wöchentlichen Mail an die Europa-Gruppe “Germany and Austria”, die Schreibwut aufrecht erhalten und das, obwohl sie vermutlich nicht einmal die Hälfte der Schreiberlinge kennen. Sie spornen an, sie befeuern mit frischen Ideen (heuer war es der “Weise aus der Küche”), sie schieben und schubsen dich in die richtige Richtung – nämlich nicht den Mut zu verlieren und einfach weiter zu schreiben, schreiben, schreiben… Danke an dieser Stelle an Micha aus Bonn und Rippington aus Köln.
Tage wie heute hat es schon ein paar gegeben. Ich bin halt eine kleine Perfektionistin und wenn ich mir etwas zu schreiben vorgenommen habe, so hab ich meist davor schon fixe Personen, mit dazugehörigem Charakter, Aussehen und dergleichen parat, um nur noch rund um sie eine Geschichte zu produzieren, deren Verlauf ich auch schon so in etwa im Kopf habe. Hier verläuft alles völlig anders! Die Tagesziele, die NaNo vorgibt, die aber nicht zwangsläufig eingehalten werden müssen, sind daher ein guter Ansporn für mich. Ich aktualisiere im Laufe des Tages öfters meine Wortanzahl und halte mir so vor Augen, dass ich nur noch so oder so wenige Wörter schreiben muß, um voran zu kommen und vermutlich am 30. November auch tatsächlich die 50.000 zu schaffen.
Wenn man pünktlich am 1. November anfängt, hat man als Tagesziel 1.667 Wörter und genau um diese Summe (+/- 1 Wort) erhöht sich jeder weitere Tag. Mittlerweile sind wir auf einem Tagesziel von 35.000 und ich hab gerade mal 26.150 *schnauf*
Hoffentlich kommt bald eine Eingebung, damit ich weiter voranschreiten kann, am heutigen Tag! Drückt mir die Daumen!