Beitrags-Archiv für die Kategory 'Rezensionen'

MondSilberSaga 3 – MondSilberTraum

Donnerstag, 3. Januar 2013 9:43

MondSilberTraum von Marah Woolf

Covertext:
»Du schickst mich fort?« »Ich schicke dich fort.« »Was, wenn ich nicht gehe?« »Dann werde ich dich eigenhändig zum Auto tragen.« Ich lächelte, während mir die Tränen über die Wangen liefen. »Wir könnten einen Ort ausmachen, an dem wir uns treffen, wenn alles vorbei ist.« Calum verschloss mit seinen Fingern meine Lippen. Sie zitterten. »Nein«, flüsterte er. »Nein. Das werden wir nicht.«
Emma und Calum haben für ihre Liebe alles riskiert. Endlich scheint ein gemeinsames Leben möglich. Doch Elin steht zwischen ihnen und einer glücklichen Zukunft und er verbündet sich mit Wesen, die nicht besiegt werden können…

Rezension:
Die Erfüllung der Traditionen ist stark in den Shellycoats verankert und so nimmt anfangs diese Geschichte ihren traurigen Verlauf. Amia und Calum sollen sich verbinden und Emma bleibt außen vor. Doch es wäre nicht Emma und auch Marah Woolf, die ein ebenso romantisches Herz wie ich zu haben scheint, wenn es wirklich so kommen würde.
Die Detektiv-Arbeit, die Peter und Emma gemeinsam leisten und die sie auf die Spur der Undinen und der Errettung der magischen Welt führt, macht diesen Teil zum Besten. Selbst Exalibur wird ins Spiel gebracht. Doch nach wie vor schleichen sich die Protagonisten nicht so in das Leserherz wie ich es mir erhofft habe. Das Aushecken eines Rettungsplans bringt aber Emma und Calum ziemlich auseinander. Ich frage mich, warum die Autorin dies zuließ? Warum hegt Calum auf einem so viel Eifersucht in sich? Ist es nur ein Weg wie diese Geschichte hat laufen können oder hätte sie mehr zur Auswahl gehabt und warum hat sie sich gerade dafür entschieden? Vermutlich, weil es der einfachste Weg war… doch nicht immer ist der einfachste der beste. ;)
Kampf-Szenen liegen Marah Woolf gar nicht. Es sind zwar nur ein paar Stellen, wo es vorkommt, aber sie wirken unbeholfen und plump.

Fazit:
Auch wenn ich diesen Teil als den Besten bezeichne, wird es vermutlich dennoch die Serie viel zu schnell aus meiner Erinnerung verschwinden. Schade darum, da es wirklich verdammt gute Ansätze hat…

Punkte:
7 Punkte von 10 zu erreichenden. Für 8 reicht es leider nicht, zu viele unausgewogene Szenen, die nach mehr verlangt hätten.

Thema: Rezensionen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

MondSilber-Saga 2 – MondSilberZauber

Donnerstag, 3. Januar 2013 9:18

MondSilberZauber von Marah Woolf

Covertext:
“Mein Herz fing an zu schlagen, immer schneller. Der Stein in meinem Magen schien größer zu werden, doch nicht vor Schmerz. Er polterte ein wenig herum, zersprang und tausend kleine Schmetterlinge flatterten aus seinem Inneren hervor.
Er lebte, er war gefangen, aber er lebte. Das war das Wichtigste. Calum war nicht tot, nicht in unerreichbare Ferne gerückt.”

Als Emma erfährt, dass Calum noch lebt gibt es für sie nur ein Ziel: Sie möchte, dass er zu ihr zurückkommt? Doch Calum ist in seine Welt entschwunden. Eine Welt, in die sie ihm nicht folgen kann.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Wird es Emma gelingen, Calum zu retten?

Rezension:
Avallach, oder besser unter Avalon bekannt, wird in diesem Teil zur Sprache gebracht. Emma wird zu ihrem Schutz dahin gebracht – eine Art Akademie, wo alle mystischen Völker lernen können. Auch Emma lernt. Doch einiges geht mir zu schnell… sie war immer schon in einem Schwimm-Team, aber auf einmal so stark zu sein, so schnell, so geschickt? Und da ist mir die halbseitige Erklärung der Autorin, dass es an ihrem „Schwimmsuite“ aus besonderen Algen liegt, doch zu seicht. Auch hat sie extreme Probleme ihr „Licht“ zu aktivieren. Und dann… auf einmal, von einer Sekunde auf die andere erstrahlt das Meer in ihrem silbrigen Licht.
Bei solchen Stellen merkt man nach wie vor, dass es das Erstlingwerk von Frau Woolf ist.
Auch werden einige Dinge angesprochen und dann fallen gelassen, wie die Zerstörung von Emmas Schulsachen. Es passiert… doch es wird kein Grund genannt, kein Täter gesucht oder gar gefunden. Die Geschichte läuft weiter und irgendwann ist es nicht mehr wichtig, warum es geschehen war. Warum es also dann erwähnen???
Die Rettung Calums erinnert auch hier an Twilight. Alles wird daran gesetzt, das Leben der Liebe zu retten, selbst, wenn es das eigene kosten würde. Die Idee ist so alt wie die Welt und im Prinzip nicht schlecht umgesetzt worden. Doch nach wie vor würde ich mir wünschen, dass die Protagonisten mehr Tiefgang hätten. Natürlich fällt man in die Geschichte hinein, das liegt schon am eher lockeren Schreibstil der Autorin. Doch man kann sich nicht wirklich mit Emma, Calum, Raven oder Amelie identifizieren. Sie bleiben Wesen, über die man liest, die aber nicht Teil des Herzens werden. Um es zu verdeutlichen, was ich meine, nenne ich einen Buchtitel, den ich vor über 7 Jahren gelesen habe und der immer noch in mir wirkt – Ring der Zeit von James Long. Gally und ihre Geschichte ruhen immer noch in mir. Aber Emma und Calum werden sich wohl bald verflüchtigen und das finde ich schade.

Fazit:
Nach wie vor eine nette Geschichte, die sich aber vermutlich viel zu schnell aus meinem Kopf schleichen wird.

Punkte:
5 Punkte von 10 zu erreichenden, in der Hoffnung, dass mich der dritte Band eines Besseren belehren kann…

Thema: Rezensionen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

MondSilberSaga 1 – MondSilberLicht

Mittwoch, 2. Januar 2013 7:37

MondSilberLicht von Marah Woolf

Covertext:
“Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist.” Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen. Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln…und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf. Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen…

Rezension:
Was soll ich sagen? Die Geschichte erinnert stark an die Twilight-Story von Stephanie Meyer. Einziger Unterschied: es handelt sich hier nicht um Vampire, sondern um ganz andere Fabelwesen, worüber ich aber nicht allzu viel verraten möchte. Schottland/Irland üben so und so eine Faszination auf mich aus und von daher ist es nicht verwunderlich, dass ich in der Geschichte völlig aufgehe. Die MondSilberSaga ist das Erstlingswerk der Autorin Marah Woolf und manchmal, so stellt es sich für mich zumindest dar, merkt man das auch. Auch wenn ich fasziniert bin, habe ich dennoch das dringende Bedürfnis den Protagonisten mehr Tiefgang geben zu wollen.
Ob es daran liegt, dass ich das E-Book lese, kann ich nicht sagen, aber das Gefühl, dass die Story “gekürzt” ist, drängt sich immer wieder beim Lesen auf. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Autorin noch nicht ausgereift ist. Selbst die Kampfszene, die gegen Ende des Buches vorkommt, wirkt …. hm… lasch, ja beinahe unrealistisch.
Dennoch ist meine Faszination so groß, dass ich die beiden anderen Teile downgeloadet habe und begierig lesen werde. Die Story kommt meinem romantischen Herzen einfach nur zu gelegen. ;)

Fazit:
Nette Geschichte, die aber durchaus ausbaufähig ist, um sie noch spannender, noch reizender zu machen.

Punkte:
Leider muß ich die Punktezahl ein wenig drücken. Es gibt “stärkere” Bücher, die eine 9-Punkte-Vergabe (oder sogar eine 10) verdienen. Daher wird es wohl nur eine 7!

Thema: Rezensionen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer

Der Trümmermörder

Montag, 31. Dezember 2012 10:43

Der Trümmermörder von Cay Rademacher

Covertext:
Hamburg 1947: Die Stadt liegt in Trümmern, und es ist einer der kältestens Winter des Jahrhunderts. Die Menschen versuchen irgendwie zu überleben. Da wird mitten in der Trümmerlandschaft eine Leiche entdeckt: eine junge Frau, nackt, kein Hinweis auf dem Mörder. Oberinspektor Stave hat kaum Hoffnung, den Fall aufzuklären, auch wenn ihm Lothar Maschke von der Sitte und Lieutenant MacDonald von der britischen Verwaltung  zur Seite gestellt werden. Bald werden weitere Tote entdeckt, und Stave ist für jede Hilfe dankbar, die er auf der Suche nach einem grausamen Mörder bekommt.

Rezension:
Ich muß gestehen, dass mir die Kriegszeit und ganz besonders die Hitler-Nachkriegszeit absolut nicht zusagt. Diese Stunden habe ich schon im Geschichtsunterricht gehasst. Die ständigen Beschreibungen der zerbombten Stadt haben mir daher das Lesen nicht leicht gemacht. Und noch etwas, was mich beinahe daran gehindert hat weiter zu lesen war das völlige Fehlen an Spannung. Kaum ein Krimi, den ich bislang gelesen habe, war so langweilig.
Cay Rademacher hat sich zwar bemüht die Ratlosigkeit, die Unruhe von Stave zu beschreiben, der sich wie ein Bluthund auf die Spur gesetzt hat, aber alles wirkt eher wie ein Dahinplätschern. Es gibt keine wirklichen Höhen oder Tiefen. Erst die letzten Seiten werden wirklich interessant. Und während in der Realität (denn dieser Fall ist tatsächlich in Hamburg passiert) der Mörder niemals gefunden wurde und auch die Leichen nie identifiziert werden konnten, hat Cay Rademacher dann doch noch die Kurve gekriegt.

Fazit:
Ein Krimi mit wenig Tiefgang und doch überraschenden, wenn auch fiktiven Ende.

Punkte:
Von 10 zu vergebenenden Punkten bekommt Der Trümmermörder nur 4

Thema: Rezensionen | Kommentare (1) | Autor: Lightdancer